Starke Sache: das Bündnis „Zukunft der Industrie“

Im September ist die erste große „Woche der Industrie“ – wer steckt dahinter?

Am kommenden Samstag geht sie los: Die Werbeaktion der Industrie, hier ein Motiv der Veranstalter. Illustration: BMWI

Berlin. Geht’s um Lohnerhöhungen oder Sozialpolitik, liegen Arbeitgeber und Gewerkschaften naturgemäß oft weit auseinander. Ganz anders, wenn es um eine Grundsatzfrage geht: den Stellenwert der Industrie in Deutschland. Dann ziehen die Tarifpartner an einem Strang. Und machen das deutlich – wie jetzt bei der „Woche der Industrie“.

Dass Deutschland die globale Krise 2008/2009 so gut weggesteckt hat und unsere Wirtschaft derzeit rundläuft, liegt ja gerade an der Stärke des verarbeitenden Gewerbes. „Sie ist ein wesentlicher Garant für Wohlstand und Arbeitsplätze“, heißt es im Wirtschaftsministerium: Acht Millionen Menschen arbeiten in den gut 100.000 Industriebetrieben, sie erwirtschaften rund ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts und produzieren drei Viertel der Exporte (weitere spannende Fakten zum PDF-Download: bmwi.de).




Wobei man sich darauf im weltweiten Wettbewerb nicht ausruhen kann. Mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts „nachhaltig zu stärken“, ist daher vor eineinhalb Jahren das Bündnis „Zukunft der Industrie“ ins Leben gerufen worden.

Ihm gehören das Ministerium und inzwischen 16 Partner an, darunter die Spitzenverbände der Wirtschaft BDI, BDA und DIHK, die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro- sowie der Chemie-Industrie wie auch die Gewerkschaften IG Metall und IG BCE. Die Sache ist auf Dauer angelegt: „Ein solcher Zusammenschluss ist neu in der Industriepolitik“, heißt es im Ministerium.

Gemeinsam will man sich im Bündnis zum Beispiel für mehr private und öffentliche Investitionen in Deutschland einsetzen. Nicht zuletzt geht es aber auch darum, die Akzeptanz für produzierende Betriebe in der Bevölkerung zu steigern – die die Bedeutung der Industrie „oftmals unterschätzt“.

Eben dazu soll jetzt die „Woche der Industrie“ beitragen. Vom 17. bis 25. September kann man bundesweit rund 320 Veranstaltungen besuchen, Vorträge beispielsweise oder Tage der offenen Tür. Im Internet (ihre-industrie.de) gibt es eine interaktive Landkarte: Sie zeigt, was alles läuft und für welche Termine man sich vorher anmelden muss.

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