Urteil

Hund überfahren: Kein Schmerzensgeld

So sehr man sein Tier auch lieben mag: Wenn es überfahren wird, kann man zwar Ersatz für „materielle Schäden“ wie etwa die Tierarzt-Rechnung fordern – aber kein Schmerzensgeld. Das zeigt der Fall eines Labradors, der frei laufend von einem Traktor überrollt worden war. Dass die Besitzerin des Hundes deshalb unter anderem eine „schwere depressive Episode“ durchlitt, gehört laut Urteil zum „allgemeinen Lebensrisiko“. Bei menschlichen Unfallopfern dagegen ist ein Schmerzensgeld möglich, wenn Angehörige „Schockschäden mit Krankheitswert“ erleiden.
(Bundesgerichtshof, 20.3.2012, VI ZR 114/11)


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