Himmelsstürmer aus Papier


Faszinierendes Experiment in 30 Kilometern Höhe

Hillerse/Hannover. Die Spannung steigt: Wann kommt endlich das GPS-Signal, damit der Ballon starten kann? Georg Poppe und Stefan Lobas sitzen im Auto und starren gebannt auf ihren Laptop.

Draußen auf dem Modellflugplatz Hillerse kämpfen ihre Kollegen gegen den Wind, der ihnen den mit Helium gefüllten Ballon entreißen will. Endlich: Das GPS-Signal ist da! Nun kann sich der Ballon samt Fracht – Hunderte Papierflieger und eine Box voller Elektronik – auf den Weg nach oben machen.

Poppe und Lobas gehören zur Experimental-Raumfahrt-Interessen-Gemeinschaft – kurz: ERIG – in Braunschweig. Auftrag der studentischen Vereinigung: Papierflieger fast bis ins Weltall zu tragen und dort abzuwerfen.

Die himmelstürmende Idee ist ein weiteres Beispiel für die außergewöhnlichen Attraktionen, die auf die Besucher der IdeenExpo in Hannover warten. Beim Paperspace-Wettbewerb können Jugendliche Papierflieger falten und sie mit dem Wetterballon in aller Herren Länder schicken.

 

Zwei Kameras zeichnen alles auf

Wer dabei sein möchte, muss am IdeenExpo-Stand zunächst einige Fragen richtig beantworten. Erst dann darf man seinen eigenen Flieger bauen. Am Ende steht der spektakuläre Start des Wetterballons mit dem Netz voller Papierflieger auf der IdeenExpo-Plaza.

„Hauptaufgabe des Fluges ist es, die kleinen Flieger in großer Höhe auszusetzen“, sagt ERIG-Projektleiter Stefan May. In 25 bis 30 Kilometern Höhe trennt eine elektronische Schneide einen Seilring durch und der Flieger wird freigesetzt. Der Ballon zerplatzt. Dann fliegt die Elektronik-Box mit einem Fallschirm sanft zur Erde zurück. Zwei Kameras zeichnen alles auf, später ist das Experiment im Internet zu verfolgen.

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