Maschinenbau

Hier hält man die Dinge am Laufen


Lenze macht wieder deutlich mehr Umsatz und auch mehr Gewinn

 

 

Hameln. „Unsere Firma hat viele langjährige Mitarbeiter – da kann man doch stolz sein“, sagt Jürgen Jentsch, ein Mitarbeiter in der Elektronikfertigung des Hamelner Antriebsspezialisten Lenze SE. „Immerhin 45 Kollegen haben hier in diesem Jahr Betriebsjubiläum gefeiert, einer sogar das 50-jährige. Und bei mir ist es auch schon fast ein Vierteljahrhundert.“

 

 

 

Nach zuletzt schwierigen Jahren können die 3.100 Lenze-Mitarbeiter (davon rund 1.600 in Deutschland) jetzt wieder mit sehr viel Zuversicht in die Zukunft blicken. „Die tiefe Wirtschaftskrise wechselte rasch in ein äußerst kräftiges Wachstum“, berichtet der Vorstandsvorsitzende Erhard Tellbüscher. „Wir waren auf einen Anstieg vorbereitet. Jedoch überraschte uns die Vehemenz.“

 

 

 

Umsatz stieg um mehr als ein Drittel

 

 

 

Das Unternehmen entwickelt und fertigt eine breite Palette von Produkten der Antriebs- und Automatisierungstechnik, etwa für den Maschinenbau und für die Auto-Industrie. Um nicht weniger als 36 Prozent ist der Umsatz zuletzt in einem Jahr gewachsen; er lag im Geschäftsjahr 2010/2011, das im April zu Ende ging und über welches Tellbüscher jetzt berichtete, bei 567 Millionen Euro.

 

 

 

Bemerkenswert ist auch die Gewinn-Entwicklung: Musste sich Lenze vor Jahresfrist noch mit einem Ergebnis nach Steuern von vergleichsweise mageren 1,3 Millionen Euro zufriedengeben, lassen jetzt 28 Millionen Euro den Vorstand wieder optimistischer in die Zukunft schauen. Die Finanzlage der Lenze-Gruppe hat sich gegenüber den Jahren der Wirtschaftskrise deutlich verbessert. Die Eigenkapitalquote, eine wichtige Kennzahl für die Stärke eines Unternehmens, ist mit 58 Prozent vergleichsweise hoch.

 

 

 

 

 

 

 

Neuer Image-Claim: „So einfach ist das“

 

 

 

Dabei, so Tellbüscher weiter, liege das entscheidende Kapital in den Köpfen: „Nur mit unseren motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Unternehmensbereichen waren wir in der Lage, die starke Auftragslage zu bewältigen.“ Jeder zehnte Mitarbeiter der Lenze-Gruppe arbeitet in der Entwicklung.

 

 

 

Für das aktuelle Geschäftsjahr, also den Zeitraum bis April 2012, rechnet Tellbüscher zwar mit einem langsameren Wachstum, er gibt sich aber weiterhin optimistisch: Trotz diverser Finanzkrisen einzelner europäischer Länder und der USA und trotz der Drosselung von Krediten in China seien „die Auftragsvergabe an den Maschinenbau gut und die Auftragspolster entsprechend hoch“.

 

 

 

Für die Zukunft will Lenze noch stärker sein Image als kompetenter Engineering-Partner und Lösungsanbieter schärfen. „So einfach ist das“, heißt der Claim, mit dem das Unternehmen in die Zukunft aufbricht – und es tut dies mit vielen technischen Neuheiten im Gepäck. Ein Beispiel dafür sind die neuen Servosteller, die Technik-Vorstand Frank Maier jetzt erstmals öffentlich präsentierte.

 

 

 

Thorsten Sienk

 

 

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