Wirtschaft und Politik diskutierten Kernanliegen der Betriebe

Hessischer Unternehmertag: Ein buntes Fest zum Thema Bildung

Wiesbaden. Ganz im Zeichen des Themas Bildung stand in diesem Jahr der 23. Hessische Unternehmertag, der vor kurzem im festlich geschmückten Kurhaus in Wiesbaden stattfand.

Vor rund 1.000 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sprachen Ministerpräsident Volker Bouffier, der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir, Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), und Wolf Matthias Mang, der neu gewählte Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).

Bildungssystem verschärft den Fachkräftemangel

Jedes Jahr gehen mehr Jugendliche von der Schule direkt an die Hochschulen und hoffen auf eine Karriere als Akademiker. „Und der Wirtschaft fehlen die Bewerber um Ausbildungsstellen“, bedauerte Mang. Aber gerade die beruflich-praktischen Qualifikationen würden in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt gesucht.

„Da unser Bildungssystem den Fachkräftemangel verschärft, benötigen wir eine grundlegende Neuorientierung, um die Kompetenzen zu entwickeln, die der Arbeitsmarkt in Zukunft verlangt“, so der Unternehmer.

Eine entscheidende Rolle spiele die Öffnung der Hochschulen für Facharbeiter und die Integration von Praxismodulen in der Akademikerausbildung. Mang: „Wir brauchen den betrieblichen Praktiker und den Akademiker, aber immer öfter in einer Person.“

Wie Bouffier betonte, ist Bildung die wertvollste Ressource in unserer hochqualifizierten Arbeitswelt. Die Landesregierung wolle deshalb jungen Menschen von Beginn an bestmögliche Bildungschancen eröffnen und sie nach ihren individuellen Begabungen so fördern, dass Hessen ein Land des Lernens bleibt.

Der Ministerpräsident: „Die Zukunftsfähigkeit der hessischen Wirtschaft ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist ein Produkt aus kreativen Ideen sowie harter Arbeit, und sie ist Voraussetzung für den Erhalt des Wohlstands.“

Laut BDA-Präsident ist das Bildungssystem ein entscheidender Standortfaktor im internationalen Wettbewerb: „Deutschland muss noch mehr in Bildung investieren, auch für Leistungsschwächere.“ Kramer abschließend: „Es gilt, alles daranzusetzen, dass jeder seinen Potenzialen entsprechend einen Ausbildungsplatz findet, um seinen Beitrag für die Volkswirtschaft zu leisten und um ein erfülltes Leben leben zu können.“

Mehr zum Thema ist in der neuen VhU-Broschüre „Bildung 4.0“ unter ao5.de/wiesbaden nachzulesen.


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