Warum eigentlich ...

... helfen Sprays und Gels gegen beschlagene Gläser?


Foto: fotolia; Montage: Roth

Brillenträger kennen es nur zu gut: Wer an kühleren Ta­gen ins Warme kommt, schaut schnell auf eine Wand aus Nebel – im Nu sind die Gläser beschlagen. Auch Motorradfahrer, Taucher, Autofahrer kämpfen damit.

Verantwortlich für die graue, undurchsichtige Schicht  sind winzige Wassertröpfchen auf dem Glas.

Sie müssen nicht sein. Dagegen helfen heute Sprays und Gels. Und zwar mit einem ganz einfachen Trick: Sie enthalten Tenside, wie wir sie von Spül- oder Waschmitteln her kennen.

Die bleiben nach dem Verreiben von Spray oder Gel auf dem Glas hängen. Der Effekt: „Wenn nun warme, feuchte Luft auf das kalte Glas trifft, bilden sich auf der Oberfläche keine Tröpfchen mehr, sondern es entsteht ein dünner Wasserfilm. Und der ist durchsichtig“, er­klärt Joachim Venzmer, Experte für Grenzflächenchemie bei Evonik, den Effekt.  Die Tenside machen das Glas wasseranziehend und verhindern so die Bildung der Tröpfchen.

Einziger Haken: Mit der Zeit schwemmt das Wasser den Antibeschlag-Film weg. Dauerhafter Schutz ist durch Beschichten mit nanotechnisch hergestelltem Titandioxid möglich. Das macht dann der Hersteller der Gläser.

Tipp: Das Antibeschlag-Mittel nicht zu in­tensiv auf dem Glas verreiben. Sonst wischt man es wieder ab.

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