Anschauen kostet nichts

Hautkrebs-Screening kann viel Leid ersparen

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„Wird Hautkrebs früh genug entdeckt, sind die Heilungsschancen hervorragend“, sagt Stefan Palmowski von der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland. Zur Früherkennung zahlen die Kassen ein regelmäßiges Hautkrebs-Screening: Dabei kontrolliert ein speziell geschulter und zertifizierter Arzt die Haut des gesamten Körpers inklusive Kopfhaut auf Auffälligkeiten. Außerdem berät er, wie man sein individuelles Risiko reduzieren kann. „Diese Untersuchung dauert nur etwa 20 Minuten, das sollte man unbedingt nutzen“, empfiehlt der Experte.

Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Allerdings ist der Leistungsumfang der Kassen unterschiedlich: Manche übernehmen nur das gesetzliche Minimum, nämlich ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre. Andere zahlen die Vorsorgeuntersuchung jährlich oder schon bei jüngeren Versicherten. Einige übernehmen auch weitere Zusatzkosten, beispielsweise für die genauere Untersuchung per Auflichtmikroskop. Wer darauf Wert legt, muss diese gegebenenfalls privat bezahlen.

Man muss aber keine Angst haben, dass man ohne diese Zusatzleistung nicht richtig durchgecheckt wird. „Sobald der Arzt mit bloßem Auge Auffälligkeiten erkennt, setzt er häufig das Auflichtmikroskop ein, um den Befund besser abzusichern. In diesem Fall zahlt natürlich die Kasse, da alle weiteren Untersuchungen dann medizinisch notwendig sind“, erklärt der Experte.

Durchaus sinnvoll kann nach Palmowskis Ansicht die Fotodokumentation einzelner Male sein, weil so schleichende Veränderungen besser erkannt werden können. Auch diese Dokumentation von Muttermalen gehört nicht immer zu den Kassenleistungen. Wer nicht zuzahlen will, macht einfach selbst ein Foto. Das ist zwar nicht so genau, kann aber helfen, die eigene Haut besser im Auge zu behalten.

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