Technik-Trends

Haushaltsgeräte immer intelligenter


Berlin. Einfach nur Schmutz auflesen – das ist dem neuesten Hightech-Staubsauger nicht genug. Schließlich kann „Cocorobo“ mit der Webcam auch Fotos und Videos direkt aufs Smartphone schicken – vom Haustier oder um die Wohnung zu überwachen.

Die silbrige Flunder von Sharp, die ihren Besitzer an der Stimme erkennt und ihm antwortet, steht für einen Trend: Der Kreis zwischen Haushaltsgeräten, Kommunikations- und Unterhaltungstechnik schließt sich. Zu sehen ist das auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) noch bis zum 5. September in Berlin.

Da gibt es einen Backofen, der Dutzende von Rezepten kennt und genau weiß, was wann in die Röhre muss. Im Display des „OIM 25901 X“ von Beko sind neben der Restbackzeit Fotos zu sehen. Per USB lässt es sich zum digitalen Bilderrahmen umwandeln.

Energie-Effizienz ist entscheidend

Und Siemens zeigt einen Backofen, den man per Tablet-PC steuern kann. Auch Kühlschränke schicken eine Nachricht aufs Mobilgerät, wenn sich die Vorräte dem Ende neigen. Ihre Sensoren messen die Feuchtigkeit der Lebensmittel, damit Käse, Fleisch, Obst und Salat länger frisch bleiben.

Die Lust der Deutschen auf neue Geräte ist groß. 7,7 Milliarden Euro haben sie im vergangenen Jahr dafür ausgegeben. Für 2012 erwartet der Zentralverband Elektrotechnik und Elektro-Industrie (ZVEI) einen Anstieg um 2 Prozent.

„Viele Kaufentscheidungen werden wegen der verbesserten Energie-Effizienz getroffen“, sagt der ZVEI-Vorsitzende und Miele-Chef Reinhard Zinkann. Beim Kühlschrank ist sie für neun von zehn Kunden das wichtigste Kriterium.

Roboter bringt den Müll runter

Längst können intelligente Wasch- und Spülmaschinen Geld sparen, indem sie arbeiten, wenn der Strom am günstigsten ist. Völlig neu – wenn auch noch für lange Zeit nicht im Handel – sind humanoide Helfer.

Auf der IFA stellt das Karlsruher Institut für Technologie „Armar“ vor. Der Roboter schneidet Zwiebeln und bringt den Müll runter. Beim Zuschauen lernt er, wie er die Spülmaschine einräumen oder den Tisch decken muss.

Doch Armar wäre noch unbezahlbar. Und auch der Saug-Roboter Cocorobo reißt mit einem Preis von deutlich über 1.000 Euro ein Loch in die Haushaltskasse. Aber Spaß macht so ein schlauer Helfer schon.

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