Warum eigentlich ...

… haben Windschutzscheiben diese dunklen Ränder?

Autoscheiben werden mit der Karosserie verklebt. Das erhöht die Festigkeit und ermöglicht windschnittige Designs. Um die Klebstelle zu kaschieren und sie gleichzeitig vor UV-Licht zu schützen, ist das Glas am Rand schwarz eingefärbt.

Was genau dahintersteckt, weiß Gerhard Tünker, Leiter Entwicklung beim Chemie-Unternehmen Ferro in Frankfurt. „Das sind keine Lacke, sondern rein anorganische Schichten“, erklärt Tünker. In der Fachsprache Glas-Emaille oder Keramische Farbe. „Sie wird mittels Siebdruck aufgetragen und bei 600 Grad Celsius eingebrannt“, so der Experte. „Man kann sie auch mit einem Rasterdruck auftragen und als Abschattung einsetzen.“

Der amerikanische Konzern Ferro ist der weltweit führende Lieferant für solche Siebdruckfarben. Als einer der ersten Hersteller entwickelte er bleifreie Emaille für die Windschutzscheibe. Die Produkte für den europäischen Markt werden von der Frankfurter Konzerntochter hergestellt und finden sich in fast allen Fahrzeugen von VW, Mercedes, Opel, Ford oder BMW.

Nicht verwechseln: Die grünen, blauen oder grauen Sonnenblenden an manchen Autoscheiben sind eingefärbte Kunststofffolien, keine Keramischen Farben.


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Schlagwörter: Auto Chemie

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