Fast alle Deutschen sind mit ihrem Job zufrieden

„Glücksatlas“ zeigt: Digitalisierung verändert die Arbeitswelt eher zum Guten

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Bonn. Im persönlichen Arbeitsalltag spielt die Digitalisierung eine „große“ oder „sehr große“ Rolle: Das sagen schon drei Viertel aller Berufstätigen im Lande. „Der Unterschied zwischen den Generationen ist überraschenderweise gering“, teilt die Deutsche Post dazu mit, und: „Unterm Strich wird die Wirkung der Digitalisierung überwiegend positiv bewertet.“

Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage für den „Glücksatlas 2015“, den das Bonner Großunternehmen gerade präsentiert hat. Im Detail zeigen sich Licht und Schatten. Zum Beispiel finden 71 Prozent die Kommunikation mit den Kunden und Kollegen einfacher als früher; 61 Prozent sagen, sie seien dank neuer Technik wie Smartphone, Tablet und Co. „bei meiner Arbeit produktiver“. Andererseits haben vier von zehn Beschäftigten das Gefühl, sie würden nun stärker überwacht, jeder zweite meint, seine Tätigkeit sei durch die Digitalisierung „stressiger“ geworden.

Von solchen Einzelaspekten abgesehen, stellen die rund 1.500 befragten Berufstätigen ihren Betrieben insgesamt ein hervorragendes Zeugnis aus: Fast alle sind mit dem Broterwerb „sehr zufrieden“ (69 Prozent) oder „zufrieden“ (26 Prozent). „Dabei gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern oder Arbeitsgruppen“, heißt es.

An der Spitze der Wohlfühlfaktoren: „Nette Arbeitskollegen“ – das trifft für neun von zehn Befragten zu. Und acht von zehn bescheinigen sich selbst ein „gutes Verhältnis zum Vorgesetzten“.

Parallel zum Glücksatlas hat die Deutsche Post einen lehrreichen Selbsttest veröffentlicht: „Was macht glücklich?“ (kostenloser PDF-Download) – hier können Sie es spielerisch erkunden.


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