Warum eigentlich …

... gleitet Kunststoff so gut auf Eis und Schnee?


Foto: fotolia

Für Wintersport-Fans waren die vergangenen Wochen ein Traum – eine zentimeterdicke, geschlossene Schneedecke verwandelte Hügel und Abhänge in Ski- und Rodelpisten. Also ab auf die Piste mit Holz-Schlitten, Kunststoff-Bob, Skier oder einfach nur mit einer simplen Plastiktüte losflitzen. Doch warum kann man auf Schnee damit so gut talwärts rutschen?

„Schlitten- und Skifahrer gleiten auf einem dünnen Wasserfilm“, erklärt Marco Spurk von Fehling Lab, dem Lehrerfortbildungszentrum für Chemie in Stuttgart. Wer auf einem Schlitten sitzt, übt durch die Schwerkraft mit seinem Körpergewicht Druck auf die Kufen aus. Dieser Druck sorgt dafür, dass ein Teil des Schnees schmilzt – die Wärme, die durch die Reibung der Kufen auf dem Schnee entsteht, verstärkt den Effekt.

Mit Chemie kann man noch ein wenig nachhelfen. „Bestimmte Wachssorten erhöhen die Gleitfähigkeit der Kufen und verringern den Reibungswiderstand“, so der Experte.

Übrigens: Kufen aus Kunststoff gleiten viel besser als Kufen aus Metall. Denn der nimmt die Reibungswärme zu schnell auf. Spurk: „Der Schnee schmilzt weniger gut, der Wasserfilm wird dünner und die Fahrt langsamer.“

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