Altersvorsorge

Gesicherter Lebensabend? Dann tun Sie was dafür!


Zukunftsfonds Medien, Druck und Papier: Zusätzlich was fürs Alter – zum halben Preis

Die Betriebe der Papierverarbeitung schlagen Alarm. Sie befürchten, dass ihre Mitarbeiter im Alter finanzielle Sorgen haben werden.

Denn: Die gesetzliche Altersrente wird voraussichtlich nur rund 50 Prozent des letzten Nettoeinkommens betragen. Es ist also nichts mit einem gesicherten Lebensabend, der sich nur aus der gesetzlichen Rente finanziert.

Die Arbeitgeber wollen ihre Mitarbeiter wachrütteln. Sie sollen selbst „die Weichen für eine auskömmliche Altersversorgung stellen“. Denn daran führt mittlerweile kein Weg mehr vorbei:

  • Schon heute beträgt die durchschnittliche Altersrente in  Deutschland  gerade  einmal 1.030  Euro für Männer  und 565 Euro für Frauen.  
  • Experten rechnen damit, dass das Rentenniveau mittelfristig auf 40 Prozent absinkt.
  • Jeder zweite Bundesbürger wird als Rentner starke finanzielle Einbußen haben.
  • Die jährliche Renteninformation von der Deutschen Rentenversicherung Bund, die jedem  Bürger  seine Rente vorrechnet, lässt die Inflation unberücksichtigt. Aber eine jetzt versprochene Altersrente von 1.000 Euro ist in 20 Jahren bei 1,5 Prozent Inflation nur noch 740 Euro wert.

Zu wenig Eigeninitiative

„Die Deutschen sind sich über die Notwendigkeit zusätzlicher privater Altersvorsorge weitgehend im Klaren, entwickeln aber noch relativ wenig Eigeninitiative“, stellt eine Studie des Freiburger Forschungszentrums Generationenverträge fest. Die  meisten Befragten unterschätzen zum Beispiel die Höhe der Zulagen, die der Staat für die unterschiedlichen Formen privater Alterssicherung gewährt – im Durchschnitt nur 740 Euro im Jahr.

Die darf der Mensch nicht liegenlassen. Deswegen kommt spätestens hier der Zukunftsfonds Medien-Druck-Papier ins Spiel. Das ist eine staatlich geförderte Pensionskasse. Sie basiert   auf   einem   Tarifvertrag zwischen dem Bundesverband   Druck   und   Medien,   dem Hauptverband der Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) und der Gewerkschaft Verdi.

Hintergrund: Seit 2002 haben alle Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersversorgung. Entgeltbestandteile aus dem Bruttolohn werden umgewandelt und bilden die Grundlage für eine lebenslange zusätzliche Altersrente. Steuer- und Sozialabgabenfreiheit machen die Anlage attraktiv (siehe „Wie der Fonds funktioniert“).

Zu den Vorteilen des Zukunftsfonds gehört, dass der Kunde je nach Kassenlage jedes Jahr neu entscheiden kann, wie viel er einzahlt.  Provisionen für einen Abschluss werden nicht erhoben. 

Fazit des HPV-Präsidenten Manfred Lantermann: „Der Zukunftsfonds bietet den Beschäftigten eine attraktive Versorgung zu Spitzenkonditionen und den Firmen ein Powerpaket für die Altersversorgung.“

Zeit also, sich anzuschließen – damit eines Tages nicht die Rente gerade einmal für die Miete reicht.

Zukunftsfonds in Zahlen

Beim „Zukunftsfonds Medien, Druck und Papier“ beteiligen sich derzeit über 1.100 Arbeitgeber und rund 9.100 Arbeitnehmer. Im Durchschnitt werden jährlich 1.650 Euro eingezahlt. Damit beläuft sich die Jahresprämie auf 13,6 Millionen Euro; die Prämiensumme liegt bei 260 Millionen Euro.

Wie der Fonds funktioniert

Entgelte aus Jahresleistung, vermögenswirksamen Leistungen (VL), Urlaubs- oder Weihnachtsgeld oder aus dem laufendem Entgelt (mit Betriebsvereinbarung) kann man umwandeln und in den von HDI-Gerling verwalteten Zukunftsfonds einzahlen. Daraus erwächst mit 65 Jahren eine garantierte Altersrente.

  • Für 2007 können grundsätzlich bis zu 2.520 Euro steuer- und sozialabgabenfrei in die Pensionskasse eingezahlt werden. Wichtig: Die Sozialversicherungsfreiheit der Entgeltumwandlung  soll  neuerdings  unbefristet auch über das Jahresende 2008 hinaus gelten! Dem muss der Bundesrat noch zustimmen, wovon auszugehen ist. Damit bekommen Arbeitgeber und Arbeitnehmer mehr Planungssicherheit.
  • Zusätzlich können Sie weitere 1.800 Euro steuerfrei, aber sozialabgabenpflichtig umwandeln, wenn nicht die Vorteile der Pauschalversteuerung bereits anders genutzt werden (Beispiel: Direktversicherung).
  • Die Anlage erfolgt wahlweise als klassische oder fondsgebundene Rentenversicherung.
    Das sind die Vorteile:
  • Geringe Beiträge (schon ab 183 Euro im Jahr) und variable Beitragszahlung möglich.
  • Optimale Nutzung der staatlichen Fördermöglichkeiten und Steuervorteile.
  • Keine Anrechnung von Auszahlungen auf das Arbeitslosengeld II (Hartz IV).
  • Bei Arbeitsplatzwechsel kann der angesparte Wert verlustfrei auf den neuen Arbeitgeber übertragen werden.
  • Jährliche Information über die voraussichtliche Höhe der Leistung und direkte Betreuung durch die Pensionskasse.

Informationen:

Die Hotline für den Zukunftsfonds: 0180-3201424.

Im Internet:

www.zukunftsfonds-medien-druck-papier.de

„Das ist das Günstigste“

Mitarbeiter von Amcor über Vorteile des Fonds

Gut 10 Prozent aller 250 Mitarbeiter der Amcor Flexibles Helio Folien GmbH in Viersen beteiligen sich bislang am Zukunftsfonds – es könnten mehr werden. Das Unternehmen ist Teil eines weltweit operierenden Konzerns (24.000 Beschäfigte, 217 Produktionsstätten in 34 Ländern) und finanziert seit Mitte dieses Jahres die Betriebsrente für neu Eingestellte über den Fonds. AKTIV hat bei Amcor nachgefragt.

Heribert Peters (52), Maschinenführer, hat das Fonds-Angebot angenommen, weil ihm längst „klar war, dass die normale Altersrente allein nicht reichen wird“. Er zahlt zweimal im Jahr 500 Euro ein („Das ist das, was für mich machbar ist“) und hat nach jetzigem Stand beim Renteneintritt    monatlich 140 Euro zusätzlich zur gesetzlichen Rente zu erwarten.

Brigitte Gutowski (61), Sekretärin des Produktionsmanagers, ist seit 2003 im Fonds dabei, „um die Rente etwas aufzubessern“. Sie zahlt 2000 Euro jährlich ein und kann eines Tages mit knapp 100 Euro monatlich rechnen. „Mein Mann und ich haben erkannt, dass der Fonds das Günstigste ist“, sagt sie. Und der monatliche Zusatzbetrag zur Rente „ist ja auch schon einiges“.

Michael Voelkel (50), Betriebsratsvorsitzender bei Amcor, lernte die Vorzüge des Fonds  bei mehreren Informationsveranstaltungen des Verdi-Landesbezirks kennen. Der Eintritt in den Fonds war danach nur noch Formsache. Voelkel erhöht die Vermögenswirksame  Leistung  von 26 Euro monatlich auf 50 Euro  und hat damit eine Anwartschaft  auf  80  Euro zusätzlich, wenn er in Rente geht. Er hat den Zukunftsfonds mit ähnlichen Modellen anderer Branchen – beispielsweise der MetallRente – verglichen und hat erkannt: „Unserer ist weit besser!“ Der Betriebsrat, sagt er, werde weiter für den Fonds werben; auf dessen Anstoß hin würden jetzt für neue Amcor-Mitarbeiter arbeitgeberfinanzierte Beiträge in den Zukunftsfonds eingezahlt.

Reinhold Zihla (55), Personalleiter bei Amcor, sieht das Thema Zukunftsfonds „wieder im Gespräch“, seit die Umstellung von der rückstellungsgedeckten Betriebsrente für Betriebsneulinge  auf  den  Fonds  erfolgt ist. Das Unternehmen zahlt jetzt 180 Euro pro  Jahr  und  Kopf  dort ein,  wobei es dem Einzelnen unbenommen ist, diesen Betrag nach Belieben aufzustocken.

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