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Experte: Mietgeräte lohnen sich leider eher selten

Geräte für Haus und Garten leihen statt kaufen?

Es geht praktisch überall und oft ganz einfach: Haus- und Gartengeräte kann man mieten, statt sie zu kaufen. Nur – lohnt sich das wirklich? Ein Experte der Verbraucherzentrale erklärt, wie man das prüfen kann.

Foto: Adobe Stock

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Düsseldorf. Knapp 40 Euro kann es kosten, in einem Baumarkt eine Kettensäge für einige Stunden auszuleihen. Für den Kauf so eines Geräts legt man locker das Drei- bis Vierfache hin. Also: mieten statt kaufen?

Das ist dann sinnvoll, wenn man so eine Säge tatsächlich genau dieses eine Mal benötigt, um etwa einen kranken Baum im Garten zu entfernen. Ist aber absehbar, dass die Kettensäge im Lauf der Jahre mehrmals zum Einsatz kommen dürfte, ist der Kauf sinnvoller.

„Eventuell kann es auch sinnvoll sein, zu leihen, wenn man nur sehr wenig Stauraum hat“, erklärt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale in Düsseldorf. Ansonsten ist er eher skeptisch: Denn innerhalb einer kurzen (und deshalb vergleichsweise günstigen) Leihdauer von zum Beispiel vier Stunden muss man das Mietgerät ja auch noch säubern und zurückbringen.

Spezielle Web-Portale vermitteln Verleiher

Leihen ist schon daher nur für die interessant, die einen Bau- oder Gartenmarkt sozusagen um die Ecke haben, so Tryba. Generell gibt er zu bedenken: „Müsste man erst noch viele Kilometer mit dem Auto fahren, um das Gerät zu holen, stehen Benzinkosten und Zeitaufwand in keinem Verhältnis mehr zur möglichen Ersparnis.“

Alternativ kann man auf Plattformen wie erento.com oder miet24.de nachsehen, ob es das Gewünschte bei einem Bauservice oder Geräteverleih in der Nähe gibt. Einige der auf den Plattformen gelisteten Anbieter verschicken sogar.

Oft kann natürlich auch ein Nachbar aushelfen. Als Dank empfehlen sich dann zum Beispiel eine Flasche Wein oder eine Schachtel Pralinen.


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