Steuererklärung

Geld zurück!


Gewusst wie: Steuern machen erst Spaß, wenn man sie sich zurückholt...Grafik: Tomiek

Tipps für den aktuellen Jahresausgleich

Wie jedes Jahr muss man sich jetzt wieder aufraffen – denn so lästig die Sache auch ist, sie lohnt sich ja doch: die Steuererklärung. Den meisten Arbeitnehmern bringt sie viel Geld zurück. Dieses Mal ist das Ausfüllen immerhin vergleichsweise einfach – weil sich im Vergleich zum Vorjahr nicht viel geändert hat.

Wissen sollte man, dass der „Arbeitnehmer-Pauschbetrag“ für die Werbungskosten inzwischen bei 1.000 Euro liegt (bis 2010 waren es 920 Euro). Wer also weniger als 15 Kilometer Arbeitsweg hat und auch sonst keine berufsbedingten Kosten, der muss sich mit dem Ausfüllen der Felder für die Werbungskosten gar nicht erst beschäftigen.

Für die Fahrtkosten gilt, hoher Spritpreis hin oder her, nach wie vor die alte Pauschale: 30 Cent pro Kilometer der kürzesten einfachen Wegstrecke. Wobei der Bundesfinanzhof gerade klargestellt hat, dass Arbeitnehmer auch einen längeren Weg zum Betrieb geltend machen können – wenn sie diesen tatsächlich regelmäßig benutzen und es sich dabei um eine „offensichtlich verkehrsgünstigere Straßenverbindung“ handelt (VI R 19/11  und VI R 46/10).

Neuer Kniff für Kinder in Ausbildung

Der Bundesfinanzhof legte  zudem fest: Fällt wegen eines beruflich veranlassten Umzugs für eine Weile eine zweite Miete an, dann darf man diese als Werbungskosten geltend machen (VI R 2/11). Eine teils beruflich, teils privat veranlasste Sprachreise ins Ausland gilt nur anteilig (VI R 12/10).

Von der Oberfinanzdirektion Magdeburg wiederum kam im Herbst eine Klarstellung, die laut Bund der Steuerzahler „vor allem für Eltern von in Ausbildung befindlichen Kindern interessant ist“: Sind die Eltern unterhaltsverpflichtet und haben sie Anspruch auf Kindergeld für das Kind, dann können sie Juniors Krankenkassenbeiträge „als eigene Beiträge absetzen – sogar dann, wenn das Kind selbst Versicherungsnehmer ist“. Natürlich können diese Beiträge dann nicht auch noch in Juniors eigener Steuererklärung aufgeführt werden (eine Aufteilung ist aber möglich).

Nicht nur bei diesem neuen Kniff sollte man also mit spitzem Bleistift arbeiten. Dabei helfen Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine (zu erreichen über www.bdl-online.de, www.nvl.de oder www.vlh.de).

Alternative für Selbermacher: solide Software, die es schon für 20 Euro gibt. Auf www.aktiv-online.info/steuern finden Sie Tipps zur Steuererklärung per PC.


 

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