Klimaschutz

Ganz schön helle!


Energie wird besser genutzt – nicht nur zur Weihnachtszeit

Essen. Hier ist was los: Fünf Millionen Besucher werden dieses Jahr zum Weihnachtseinkauf zu den „Essener Lichtwochen“ erwartet. Die  Veranstaltungsfirma EMG Marketing plagt kein Öko-Gewissen: Im Vergleich zu früher „konnte der Stromverbrauch um 80 Prozent reduziert werden“. Die Licht-Orgie in der City, mit vielen dreidimensionalen Installationen, läuft komplett statt mit Glühbirnen mit hocheffizienter LED-Technik.

Der Kampf gegen den Treibhauseffekt

Der stromsparende Weihnachtsrummel, der bundesweit Nachahmung findet, passt gut in die Zeit: Vom 7. bis 18. Dezember berät die Menschheit auf dem Uno-Klimagipfel in Kopenhagen über den Kampf gegen den Treibhauseffekt: Vor allem das Kohlendioxid (CO2), das beim Verfeuern fossiler Energieträger entsteht, droht den Planeten gefährlich aufzuheizen.

Unser Land steuert gegen – nicht nur bei den Essener Lichtwochen. Regelmäßig errechnet die „Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen“, die in Berlin beim renommierten Forschungsinstitut DIW angesiedelt ist, aus diversen Einzelbilanzen penibel den sogenannten Primärenergieverbrauch. Darunter versteht man den Einsatz aller ursprünglichen Energieträger – von Öl und Gas bis Wind und Wasser.

Gutes Zeugnis für unsere Industrie

Ergebnis: Seit 1991 ist der Energie-Einsatz um 10 Prozent gesunken – während die reale Wirtschaftsleistung, inklusive des aktuellen Einbruchs, um 22 Prozent stieg. Und der Anteil der erneuerbaren Energien, die ebenso wie die Kernkraft praktisch kein CO2 freisetzen, erhöhte sich von 1 auf 9 Prozent.

Besser leben mit weniger Energie: Das geht nur mit der Wirtschaft, nicht gegen sie. „Es ist die Lösungskompetenz der Industrie, die mehr Klimaschutz möglich macht“, so Hans-Peter Keitel, Chef ihres Spitzenverbandes BDI.

Die Nachfrage bei der Internationalen Energie-Agentur in Paris ergibt: Bei der Energie-Effizienz liegt unsere Industrie 17 Prozent vor Japan, 23 Prozent vor Frankreich und 44 Prozent vor den USA. Deutscher Technik-Export ist also auch gut für die Welt. Der neue Umweltminister Norbert Röttgen: „Die Klimakrise, die kommt, wenn wir uns nicht ändern, hat existenzielle Dimension.“

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