Mit Rezept vom Augenarzt kann man sich einen Zuschuss abholen

Für starke Brillengläser gibt’s jetzt Geld von der Krankenkasse

Wer eine starke Brille benötigt, sollte sich vor dem Kauf einer neuen Sehhilfe mal zum Augenarzt begeben. Nur auf Rezept gibt es jetzt nämlich einen Zuschuss von der Kasse. Allerdings nicht für alle Bestandteile.

Neue Brille: Stark Fehlsichtige bekommen sie jetzt etwas günstiger. Foto: ZVA

Neue Brille: Stark Fehlsichtige bekommen sie jetzt etwas günstiger. Foto: ZVA

Berlin. Wer ziemlich schlechte Augen hat, dem hilft die gesetzliche Krankenkasse künftig ein bisschen mehr: Für Brillengläser (oder Kontaktlinsen) gibt’s jetzt Geld, und dieser Zuschuss könnte schon ab Herbst noch höher ausfallen. Das ist eine Folge des vor kurzem in Kraft getretenen Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes.

Laut Optiker-Verband ZVA greift diese „Ausweitung des Leistungsanspruchs“ bei Erwachsenen, die unter Kurz- oder Weitsichtigkeit von mehr als sechs Dioptrien leiden. Auch mit einer Hornhautverkrümmung ab vier Dioptrien hat man nun Anspruch auf Geld von der Kasse. Allerdings: „Kosten für Brillenfassungen werden auch weiterhin grundsätzlich nicht übernommen“, so der ZVA.

Die „Festbeträge für Sehhilfen“ werden derzeit überarbeitet

Wie viel Zuschuss es für die Gläser gibt, hängt vom Einzelfall ab. Denn die „Festbeträge für Sehhilfen“ variieren je nach Glasqualität – und sie werden zudem derzeit überarbeitet, wie der GKV-Spitzenverband der Kassen erklärt. Er weist zudem darauf hin, dass Betroffene ihre staatlich geförderte Brille nicht einfach beim Optiker bestellen können: „Eine augenärztliche Verordnung ist Voraussetzung.“ Dieses Rezept könne der Versicherte dann beim Optiker einlösen.

Den Zuschuss gibt es übrigens „unabhängig davon, ob sich die individuelle Sehschärfe in den letzten Jahren geändert hat“. Das betont der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband, der sich für die Änderung starkgemacht hatte.


Mehr zum Thema:

Krankheiten und Heilmittel gehen oft ganz schön ins Geld. Doch immerhin sind einige Kosten ein Fall für die Steuererklärung. Wie man selbst mit Brille oder Hörgerät Geld sparen kann, lesen Sie hier.

aktualisiert am 01.03.2017

Zurzeit steht die gesetzliche Krankenversicherung finanziell ganz gut da. Doch Experten geben keine Entwarnung. Sie fordern Reformen, um den Ausgabenanstieg zu bremsen: Mehr Wettbewerb könnte die Kosten kräftig senken.

„Ich hab Rücken.“ 326 Fehltage je 100 Versicherte verursachte das Kreuz mit dem Kreuz bei der Krankenkasse DAK. Vor fünf Jahren waren es erst 294 Tage. Die Beschäftigten sind wieder mehr krank. Was das für die Betriebe bedeutet.

Einige unvermeidbare Privatausgaben kann man von der Steuer absetzen – und zwar jetzt schon bei geringeren Beträgen und stufenweise. Wie Sie bei kommenden Steuererklärungen rechnen müssen und wie Sie Steuerbescheide richtig überprüfen.

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang