Mehr Durchblick am Arbeitsplatz

Forscher entwickeln intelligente Helme mit Monitor

Kamerablick: Der Schweißer sieht den Arbeitsvorgang auf dem augenfreundlichen Monitor. Foto: IAT, Bremen

Aachen/München. Äußerlich sieht der Schweißhelm aus wie ein Roboterkopf aus der Zukunft. Die Technik in seinem Innern könnte jedoch schon bald schwierige Schweißarbeiten deutlich erleichtern.

„Eine eingebaute Kamera nimmt den Schweißvorgang auf und gibt ihn auf einem Display im Helminnern wieder“, so Jennifer Bützler, Leiterin der Abteilung Ergonomie und Mensch-Maschine-Systeme am Institut für Arbeitswissenschaft der Technischen Hochschule Aachen.

Der Clou: Im aufgenommenen Video ist das gleißende Schweißlicht gedimmt. Das Auge wird nicht mehr geblendet, die Schweißnaht ist besser sichtbar. Zusätzliche Anzeigen, die aussehen wie „Tachonadeln“, informieren darüber, ob etwa die Stromspannung optimal ist. Bützler: „So hat der Schweißer alles im Blick.“

Informationen schweben direkt vor den Augen

Schützen und unterstützen: Das ist in Zukunft Aufgabe von Arbeitshelmen. Beim Autobauer Ford etwa haben Mitarbeiter einen Helm getestet, der über ein eingebautes Display die einzelnen Arbeitsschritte der Autotür-Montage direkt ins Blickfeld des Monteurs rückt. Auf die gleiche Weise könnten eingespeicherte Schaltpläne oder Reparaturanweisungen im Anlagenbau und Palettenplätze in Lagern direkt vor dem Auge erscheinen.

Vorteil: „Die Hände sind frei für die wirklich wichtigen Griffe“, sagt Tobias Rammelmeier vom Lehrstuhl für Fördertechnik, Materialfluss, Logistik an der TU München.

Die Münchener Forscher haben dafür eine Datenbrille entwickelt, die aus einem halbtransparenten Spiegel besteht. Rammelmeier: „Wie beim Helm eines Kampfpiloten schweben die Informationen direkt vor den Augen.“


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