Warum eigentlich …

… fliegen bei einer Wunderkerze die Funken?

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Die grauen Stäbchen sehen unscheinbar aus. Doch zündet man sie an, brennen sie langsam ab und versprühen dabei einen Sternenhagel voller Funken – Wunderkerzen. „Alles Chemie“, weiß Professor Thomas Jüstel von der Fachhochschule Münster.

„Das Mini-Feuerwerk ist sozusagen ein Verbundwerkstoff“, erklärt der Chemiker. Man verrührt Eisenspäne, Alu-Pulver und Bariumnitrat mit Kleister zu einem dicken Brei, taucht einen Draht hinein und lässt die Masse festtrocknen. „Die Eisenspäne werden bei der Reaktion mit den anderen Chemikalien so heiß, dass Funken fliegen“, sagt der Naturwissenschaftler.

Aber das Eisen kann nicht so einfach Feuer fangen. Starthilfe gibt das Bariumnitrat: Hält man das Streichholz an die Wunderkerze, zündet das Salz und setzt Sauerstoff frei. Nun oxidiert das Alu-Pulver: Dann endlich ist die Hitze stark genug, damit die glühenden Spänchen wegstieben.

Nur bitte nicht nachbasteln, das Feuerwerk könnte einem um die Ohren fliegen: „Die Mischung ist ziemlich explosiv, zumindest ohne den Kleister", warnt der Professor. Der Kleber hält das Ganze nicht nur zusammen, sondern puffert auch die chemischen Reaktionen ab.


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