Rundfunkbeitrag

Fernsehen wird für einige Haushalte ab 2013 günstiger

Spielzeugsammler ohne jede echte Glotze? Egal – künftig wird ein Beitrag pro Wohnung fällig. Foto: plainpicture

Gibt es hierzulande noch Menschen, die keinen Fernseher und kein Radio in der Wohnung haben und zudem weder PC noch Smartphone besitzen? Falls ja: Diese Zeitgenossen dürfen sich zu Recht aufregen! Denn auch sie müssen den „Rundfunkbeitrag“ bezahlen, der 2013 die bisherige Gebühr ablöst.

Das System wird grundlegend umgestellt: Künftig wird ein Beitrag pro Wohnung fällig – egal, ob ein Rentner darin wohnt oder vier Studenten mit vier Fernsehern. Der neue Beitrag deckt nicht nur die Wohnung ab, sondern auch alle privaten Autos der Bewohner.

Sparen kann nur, wer sich meldet

Fällig werden 17,98 Euro im Monat, genau der Betrag, der schon heute fürs Fernsehen gilt. Wer nur Radio hört, muss künftig also mehr bezahlen.

Sparen können aber nicht-eheliche Lebensgemeinschaften, andere Wohngemeinschaften sowie Eltern, deren erwachsene Kinder mit eigenem Einkommen noch im Haushalt wohnen. Sie alle müssen derzeit ja in vielen Fällen mehrfach an die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) löhnen.

Auch Selbstständige, die daheim arbeiten, kommen besser weg – für den beruflich genutzten PC wird ab 2013 kein Extra-Beitrag mehr fällig.

Aber Achtung! „Wer durch das neue Beitragsmodell entlastet wird und künftig weniger zahlt, muss die Änderung mitteilen“, so die offizielle Information des Südwestrundfunks. Die oben erwähnten vier Studenten zum Beispiel sollten sich also einigen, wer von ihnen der Beitragszahler wird – die anderen drei können sich bei der GEZ abmelden.

Menschen mit wenig Geld werden ohnehin auch künftig verschont: Wer etwa Hartz IV oder Bafög bezieht, kann sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Die Anträge soll es ab Ende November im Rathaus geben sowie im Internet (unter www.rundfunkbeitrag.de )

Kein Beitrag wird außerdem fällig für „Zimmer in Gemeinschaftsunterkünften“, also zum Beispiel in einer Kaserne oder einem Internat. Gartenlauben, die kleiner sind als 24 Quadratmeter, sind ebenfalls befreit.

Zweitwohnung kostet extra

Wirbel gab es um die größeren Datschen, wie sie vor allem in Ostdeutschland stehen. Nach Auskunft des Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde dürften „rechtmäßig errichtete Altbauten“ befreit bleiben, wenn sie nicht als Wohnung genutzt werden.

Auf jeden Fall extra bezahlt werden muss aber für normale Zweitwohnungen und privat genutzte Ferienwohnungen. Und zwar auch dann, wenn dort weder Fernseher noch Radio stehen ...


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