Roter Info-Bus im Einsatz

Experten klären über Symptome und Folgen von Schlaganfall auf

Nicht zu übersehen: Der Bus hält in 100 Städten bundesweit. Foto: Werk

Ingelheim. Ein Schlaganfall ist die Hauptursache für Behinderungen bei Erwachsenen. Obwohl bundesweit pro Jahr rund 270.000 Menschen betroffen sind, kennt kaum einer die Anzeichen. Der Info-Bus des Pharma-Unternehmens Boehringer Ingelheim bei Mainz soll das ändern.

Nur jeder dritte Deutsche weiß, was bei Symptomen wie plötzlichen Lähmungserscheinungen, Sprach- oder Sehstörungen und Taubheitsgefühlen zu tun ist: Sofort den Notruf 112 wählen. „Je schneller der Hirninfarkt behandelt wird, desto besser ist die Prognose für den Patienten“, weiß Michael Brinkmeier, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Bewährt hat sich der Drei-Fragen-Test: Kann der Betroffene den Mund zu einem gleichmäßigen Lächeln formen? Kann er beide Arme gleichmäßig mit den Handflächen nach oben in die Höhe halten? Oder einen einfachen Satz wie „Das ist ein sehr saurer Apfel“ sagen? „Wenn nicht, muss er sofort ins Krankenhaus“, so Brinkmeier.

Dieses Wissen möchte Boehringer Ingelheim zusammen mit Schlaganfall-Experten verbreiten. Informiert wird zudem über Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen oder Diabetes. Schon kleine Veränderungen im Lebensstil können das Schlaganfall-Risiko enorm senken. „Der Verzicht aufs Rauchen, das Erreichen des Normalgewichts und regelmäßige Bewegung bewirken viel“, berichtet Professor Gerhard F. Hamann, Vorsitzender der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und Chef der Neurologie am bayerischen Bezirkskrankenhaus Günzburg.

Bis Oktober hält der Bus in 100 Städten. Ein Test ermittelt das persönliche Schlaganfall-Risiko. Infos und Termine: vorhofflimmern.de


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