„Sicherheit steht an erster Stelle“

Experten-Interview: Wie Kraftstoffe verteilt werden

Gelsenkirchen. Ohne Sprit ruht der Verkehr zu Wasser, Land und in der Luft. Wie Millionen Tonnen Treibstoff sicher ans Ziel kommen, weiß Thomas Schröder,Chef von TransTank in Gelsenkirchen. Er betreibt die Tanklager von BP in Deutschland.

Wie läuft der Handel mit flüssigen Gefahrstoffen ab?
Die Mineralölprodukte kommen in großen Mengen aus den Raffinerien per Pipeline, Schiene und Schiff an und werden bei uns zwischengelagert. Um bestimmte Qualitäten herzustellen, mischen wir aus diversen Komponenten gezielt Produkte zusammen. Durch Umschlagsanlagen laden wir diese auf die Straßentransporter und bringen sie bis zum Endkunden. Das sind meist Industrien und Tankstellen, aber auch Hauseigentümer.

Beliefern Sie Flughäfen?
Auch. Frankfurt erhält seine Ware direkt per Pipeline von unserem Standort Mainz-Gustavsburg. Für Kerosin gelten extrem hohe Qualitätsstandards, das bedeutet einen Mehraufwand an Personal und Kontrollen. Der Kraftstoff wird zum Beispiel noch mal gefiltert und von Wasser befreit.

Der Flugverkehr nimmt zu. Steigt damit die Nachfrage?
Ja und nein, denn Flugzeuge werden immer sparsamer. Die Technologie schreitet voran wie bei der Auto-Industrie.

Sicherheit und Termintreue – wie passt das zusammen?
Bestens, wenn man gut ausgebildete Mitarbeiter und die richtigen Prozesse hat. Das Einhalten von Sicherheitsaspekten hat etwas mit Verlässlichkeit zu tun. Alle möchten einen reibungslosen Logistikablauf!

Wie schaffen Sie das?
Wir sind eine lernende Organisation: Wir führen das Know-how unserer Gesellschafter zusammen, schulen die Mitarbeiter zielgerichtet und nutzen jede Gelegenheit, aus früheren Fehlern und aus Schwachpunkten zu lernen.


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