Wirtschaftslexikon

Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM)

Hinter dem langen Namen Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) verbirgt sich der Rettungsschirm für die Staaten der Euro-Zone. Er löst das bisherige Hilfsprogramm EFSF ab, aus dem Griechenland, Irland und Portugal Kredite erhalten haben.

Der ESM unterstützt Euro-Länder, die finanzielle Schwierigkeiten haben, mit zinsgünstigen Darlehen oder kauft auch Anleihen der jeweiligen Staaten. Außerdem gibt er in Not geratenen Banken Kapital und wird somit zu ihrem Miteigentümer.

Voraussetzung für die Hilfe ist, dass „Gefahr für die Finanzstabilität“ besteht. So ist es im ESM-Vertrag zu lesen.   

Deutschland zahlt 22 Milliarden Euro ein  

Hinter dem ESM steht eine Finanzorganisation in Luxemburg. Sie verfügt über ein Kapital von 700 Milliarden Euro. Die Beiträge dazu leisten die 17 Euro-Staaten je nach ihrer Größe: in Form von Bareinzahlungen (insgesamt 80 Milliarden Euro) und von Kapitalgarantien (620 Milliarden Euro).

Dank dieser Garantien kann der ESM auf den Finanzmärkten Anleihen ausgeben und bekommt so Geld. Aus einer Garantie wird für den ESM aber eine Zahlung, wenn ein Krisenland den Kredit nur zu einem Teil oder gar nicht zurückzahlen kann.  

Deutschlands Anteil an dem Rettungsfonds liegt bei 27 Prozent: knapp 22 Milliarden Euro in bar und 168 Milliarden Euro als Garantien.    

Damit Euro-Länder vom ESM Geld geliehen bekommen, müssen sie sich verpflichten Auflagen zu erfüllen.


Zum Wirtschaftslexikon

Was heißt eigentlich ...?

Welche weiteren Begriffe sollen im Wirtschaftslexikon erklärt werden? Schreiben Sie uns:
redaktion@aktiv-online.de

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang