Arbeitsmarkt

Es werden weniger


Die Chancen steigen: Jobsuchende in der Arbeitsagentur Dresden. Foto: dpa; Montage: Roth

Regierung: Der Trend hält auch 2012 an

Berlin/München. Dürfen wir das glauben? Während Kanzlerin Angela Merkel auf der europäischen Bühne von der „schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg“ spricht, gibt sie für das eigene Land einen optimistischen Ausblick für 2012.

In ihrer „Herbstprojektion“ rechnet die Regierung im Jahresdurchschnitt mit immerhin noch einem Prozent Wachstum, 200.000 zusätzlichen Jobs – und einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 2,85 Millionen.

„Wir sind der Wachstumsmotor“

Wer denkt, die Regierung rede bloß die Lage schön, der irrt: Immerhin basiert die staatliche Finanzplanung auf diesen Zahlen. Und wenn sie zu sehr von der Realität abweichen, müssen Union und FDP womöglich kurz vor der Bundestagswahl im September 2013 ein Riesen-Sparpaket schnüren.

Doch Wirtschaftsminister Philipp Rösler zeigt sich überzeugt: „Wir sind der Wachstumsmotor für Europa.“ Einen wichtigen Grund, warum es bei uns gut läuft, nennt die druckfrische Studie „Global Innovation 1.000“ der internationalen Unternehmensberatung Booz & Company: Die deutschen Industrie-Unternehmen geben mehr Geld für Forschung und Entwicklung aus als die Konkurrenz in jedem anderen Land Europas – und haben ihre Ausgaben 2010 auch am stärksten gesteigert.

Innovationskraft sichert Arbeitsplätze

Booz durchleuchtete weltweit 1.000 Konzerne, darunter 46 aus Deutschland. Diese haben ihre Ausgaben im Jahr 2010 kräftig um 8,9 Prozent erhöht. Die Franzosen legten nur 4,8 Prozent obendrauf.

Und Innovationskraft sichert Arbeitsplätze – nicht nur bei den Großkonzernen, auch im Mittelstand. Michael Liecke, Forschungs- und Entwicklungsexperte beim DIHK, dem Dachverband der Industrie und Handelskammern: „Ohne neue Projekte und Prozesse könnten die deutschen Unternehmen ihre Marktstellung im internationalen Wettbewerb schwerlich halten.“

Innovationen konkret:

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