Wirtschaftslexikon

Erbschaftsteuer


Die Erbschaftsteuer spült dem Staat im Jahr mehr als 5 Milliarden Euro in die Kassen. Damit gehört sie nach der Grunderwerbsteuer zu den wichtigsten Einnahmequellen, die ausschließlich den Ländern zustehen.

In den Bundesländern unterscheiden sich die Einnahmen deutlich. In Ostdeutschland etwa ist ihr Aufkommen relativ gering. Obwohl dort rund 14 Prozent der deutschen Bevölkerung leben, beträgt der Anteil an den bundesweiten Erbschaftsteuereinnahmen weniger als 2 Prozent.

Durchschnittsbürger betrifft die Erbschaftsteuer kaum

Die Erbschaftsteuer ist regelmäßig in der Diskussion. Gegner würden sie gerne abschaffen. Sie kritisieren vor allem, dass Vermögen, das der Verstorbene bereits zu Lebzeiten versteuert hat, noch einmal besteuert wird. Befürworter hingegen betrachten ein geerbtes Vermögen als Einkommen des Erben, auf das der Staat zu Recht zugreift.

Während die Diskussion über die Erbschaftsteuer für Unternehmer und Vermögende große Relevanz hat, betrifft die Steuer die große Mehrheit der Bürger nicht oder nur sehr wenig. Denn der Staat gewährt für nahe Verwandte sehr hohe Freibeträge und setzt niedrige Steuersätze an. So erben Ehegatten bis zu 500.000 Euro steuerfrei, Kinder immerhin noch jeweils 400.000 Euro. Der Steuersatz für die darüber hinausgehenden Beträge liegt unterhalb von 6 Millionen Euro bei höchstens 19 Prozent für die engsten Familienangehörigen.

Zum Wirtschaftslexikon:

Was heißt eigentlich …?

Welche weiteren Begriffe sollen im Wirtschaftslexikon erklärt werden? Schreiben Sie uns:
redaktion@aktiv-online.de

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang