Ein Land unter Strom

Elektroautos: NRW hat die meisten Ladestationen – doch pro Kopf liegt Hamburg vorn

In Nordrhein-Westfalen gibt es 1.335 öffentlich zugängliche Stromtanken – das ist bundesweit spitze. Aber pro Kopf gerechnet liegt NRW nur auf Rang sechs. Mehr zum Stand der Elektromobilität in Deutschland lesen Sie hier.

Ladestation in Mülheim an der Ruhr: Landesweit gibt es 1.335 öffentliche Stromtankstellen. Foto: Funke

Ladestation in Mülheim an der Ruhr: Landesweit gibt es 1.335 öffentliche Stromtankstellen. Foto: Funke

Köln. Ein Land unter Strom: In Nordrhein-Westfalen können Besitzer von Elektroautos ihre Wagen an 1.335 öffentlich zugänglichen Stationen aufladen – das ist ein bundesweiter Spitzenwert. Auf Rang zwei und drei folgen Baden-Württemberg (1.182 Stationen) und Bayern (937). Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Erhebung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft.

Allerdings ist NRW auch das Land mit der größten Bevölkerung. Auf die Zahl der Einwohner bezogen ergibt sich daher ein anderes Bild. Mit im Durchschnitt 76 Strom-Tankstellen pro einer Million Einwohner landet NRW unter den 16 Bundesländern lediglich auf Platz sechs. Die Nummer eins ist Hamburg, wo es mittlerweile 166 Stromtanken je eine Million Einwohner gibt. Danach folgen Berlin, Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen .

In ganz Deutschland gab es Mitte dieses Jahres 6.517 öffentliche Ladepunkte. Das waren 10 Prozent mehr als noch Ende 2015.

Von diesen Stromtankstellen sind 230 sogenannte Schnelllade-Stationen, an der die Batterie innerhalb einer halben Stunde zu 80 Prozent voll ist. Mittlerweile steht in 974 Städten und Gemeinden wenigstens eine solche Station.

230 Tanken zum schnellen Laden

Auf den deutschen Straßen waren Anfang des Jahres 25.500 Autos mit reinem Elektroantrieb unterwegs, einschließlich der Pkws mit ergänzendem Verbrennungsmotor rund 60.000. Zum Vergleich: Insgesamt sind hierzulande mehr als 45 Millionen Autos zugelassen.

Seit Anfang Juli können Käufer eines E-Fahrzeugs eine Förderung beantragen – beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Für reine Stromautos gibt es 4.000 Euro und für Hybridwagen 3.000 Euro. Allerdings hält sich das Interesse in Grenzen: Bis zum 1. September gingen nur rund 3.000 Anträge ein.

Ziel der Regierung ist es, bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen.


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