Nachwuchs

Eins mit Stern für Zahlen-Akrobaten


56.000 Achtklässler beim Hessischen Mathematik-Wettbewerb

Wetzlar. „Für Mathe muss ich nicht wirklich viel lernen. Das kann ich einfach, und schon im Kindergartenalter konnte ich vierstellige Zahlen addieren.“ Joschi Erhardt, Sieger des 42. Hessischen Mathematik-Wettbewerbes der Gruppe Gymnasien besucht die Wiesbadener Dilthey-Schule und freut sich über seinen ersten Platz.

Obwohl ihm der Umgang mit Zahlen so leicht fällt, ist Mathe nicht das Lieblingsfach des 13-Jährigen: „Griechisch und Latein habe ich definitiv lieber.“

Auch Fabian Baum von der Gesamtschule Niederaula, Sieger der Gruppe Realschulen, begeistert sich eher für andere Disziplinen. Sein Lieblingsfach ist Sport. „Wir haben viele in der Klasse, die echt gut sind in Mathe. Und obwohl ich gerne rechne, habe ich sicher auch ein bisschen Glück gehabt“, sagt der 14-Jährige bescheiden.

„Plötzlich hat es ,Klick’ gemacht”

Doch nicht nur Mathe-Asse, die wie Joschi und Fabian von kleinauf gerne mit Zahlen jonglieren, haben bei diesem Wettbewerb gute Chancen auf einen vorderen Platz. Auch Selina Post (14), die nicht immer erfolgreich war im Umgang mit Zahlen, nutzte ihre Chance.

Das Mädchen Selina von der Elisabethenschule in Hofheim belegte den zweiten Platz in der Gruppe Realschulen. „Früher lief es in Mathe nicht so gut und ich musste sogar Nachhilfestunden nehmen. Aber in der achten Klasse hat es plötzlich ‚Klick‘ gemacht und das Fach macht mir jetzt richtig Spaß“, freut sie sich.

Fast 56.000 Zahlen-Akrobaten der achten Klassen beteiligten sich am Mathematik-Wettbewerb 2009/2010. Die 18 Besten standen nach drei Runden fest und wurden bei der Hexagon Metrology GmbH in Wetzlar geehrt. Dort konnten sie Mathematik in der Paxis erleben.

Das Unternehmen gilt als führend in der Messtechnik. Es bietet Lösungen von kleinen manuellen Geräten bis zu sehr großen Systemen für die Luft- und Raumfahrt-Industrie. Auf Mikrometer genau wird dort alles vermessen.

Auch Deutsch und Englisch sind wichtig

„Mathematik und mathematisches Denken bilden die solide Grundlage für unsere kreativen Problemlösungen“, so Alexander Jakob, Bereichsleiter Personal- und Sozialwesen bei Hexagon Metrology. Für ihn sind gute Noten in Mathe neben Deutsch und Englisch entscheidend.

Dieter Weidemann, der Vorstandsvorsitzende von HESSENMETALL, beglückwünschte die Schüler zu ihrem Mut, sich dem anspruchsvollen Wettbewerb zu stellen: Wir brauchen für die Zukunft kluge und gut ausgebildete junge Menschen.“

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