Globetrotter

Einmal um die Welt


Schotter, Wüste und Schnee: Mit Reifen, die sich selbst abdichten

Hanau. Ein außergewöhnliches Trio umrundet seit März 2009 die Welt: der Ingenieur Jan Riedel, die Kosmetikerin Esther Krings und ein 34 Jahre altes Feuerwehrauto. „Als der Magirus Deutz gebaut wurde, war ich noch gar nicht auf der Welt“, erzählt Krings (27). Doch die sieben Jahre Lebenserfahrung, die ihr im Vergleich zum Werkfeuerwehrauto fehlen, dürfte sie schon auf der Asien-Etappe der Tour aufholen: mehr als 24.000 Kilometer ging es schon nach Osten, via Türkei, Iran, Kirgistan und China, über Bergpässe, Hochebenen, durch Schluchten, Flusstäler und Wüsten.

Ein Härtetest für Mensch und Material. Ein Reifenbauer unterstützt die Tour mit einer besonderen Technologie.

In Lhasa mussten die Mechaniker ran

„Das Projekt ist eine hervorragende Gelegenheit, die Eigenschaften unserer Lkw-Reifen unter Beweis zu stellen“, sagt Mirko Kraus, Pressesprecher Nutzfahrzeug­reifen der Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH in Hanau. In der Tat seien sie nach wie vor in sehr gutem Zustand, berichtet Riedel, der am Steuer sitzt, von unterwegs: „Auch wenn sich einige gemeine Gegenstände in den Gummi gebohrt haben – so tief, dass man fast einen Türschlüssel reinstecken kann.“

Das tut zwar schon beim Zuhören weh. Aber die Reifen wurden speziell für Einsätze und Fahrzeuge entwickelt, bei denen die Gefahr von Einstich-Schäden hoch ist. „Etwa bei Müllfahrzeugen, Kippern oder Fahrzeugen, die im Baustellenverkehr eingesetzt werden“, so Goodyear-Sprecher Kraus.

Der Clou: Unter der Lauffläche befindet sich eine Zusatzlage aus einer Gelähnlichen Gummi-Mischung. Wenn ein Gegenstand die Lauffläche durchstößt, fließt das Dichtmittel in die Öffnung und schließt sie luftdicht ab. Auch wenn man den Gegenstand herauszieht, bleibt der Reifen intakt.

So geschehen in Lhasa. Wo zwei Mechaniker für die beiden Weltreisenden einen sechs Zentimeter tief sitzenden Metallstab aus dem Lkw-Reifen holten.

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