Leitartikel

Ein ermutigender Befund

AKTIV-Chefredakteur Ulrich von Lampe. Foto: Roth

Am Ende eines Jahres, das an beängstigenden Nachrichten nicht arm war, kommt Tröstliches auf einem Gebiet, das uns alle direkt betrifft: Gesundheit.

Es gibt da enormen Fortschritt. Das staatliche Robert-Koch-Institut hat ihn in einem dicken Bericht dokumentiert, drei Jahre Recherche stecken da drin. Gesundheit ist ein sehr persönliches Thema, beschäftigt jeden Menschen und jede Familie auf ganz unterschiedliche Weise. Gegen die Erfahrung von existenziellem Leid hilft keine Statistik. Aber immerhin: Viele Fakten könnten gerade Betroffenen Mut machen.

Krebs, die Geißel der Menschheit – wir sind langsam dabei, ihn zu besiegen. In zehn Jahren ging die Zahl der Sterbefälle um ein Zehntel zurück. Bei der häufigsten Todesursache Herzinfarkt beträgt der Rückgang sogar die Hälfte in 15 Jahren, beim Schlaganfall ein Drittel.

Bessere Vorsorge und bessere Versorgung wirken Wunder. Die Angaben sind „altersstandardisiert“; der Effekt der steigenden Zahl von Senioren ist also herausgerechnet. Mit den Jahren nehmen ja die Risiken zu. Sich auch das noch wegzuwünschen: Wäre das nicht allzu vermessen?

75 Prozent der Bevölkerung empfinden ihre Gesundheit als „gut“ oder „sehr gut“, 22 Prozent als „mittelmäßig“, 3 Prozent als „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Auch hier hat sich die Lage stark verbessert, am stärksten bei den Älteren. So stieg bei den 60- bis 69-jährigen Frauen der Anteil derer mit „guter/sehr guter“ Gesundheit in 18 Jahren von 23 auf 37 Prozent.

Ach ja, in der Studie steht auch: Der Alkohol- und Tabakkonsum geht zurück. Und: „Es gibt keine Hinweise auf eine Zunahme psychischer Erkrankungen.“


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