Wirtschaftslexikon

Eigenkapital

Das Verhältnis des Eigenkapitals zum gesamten Vermögen oder der Bilanzsumme eines Unternehmens ist die Eigenkapitalquote. Ihre Höhe gibt an, wie unabhängig die Eigentümer von fremden Geldgebern sind. Sie gilt aber auch als Indikator für die Kreditwürdigkeit.

Macht eine Firma Verluste, sinkt das Eigenkapital. Es ist also eine Art Puffer für schlechte Zeiten. Je weniger Eigenkapital vorhanden ist, desto größer ist die Gefahr einer Pleite – und damit auch das Risiko eines Kreditausfalls für Gläubiger.

Einbehaltene Gewinne stärken das Eigenkapital

Gewinne, die nicht an die Eigentümer ausgezahlt werden, sondern im Unternehmen bleiben, stärken hingegen das Eigenkapital. Insbesondere mittelständische Familienunternehmen machen von dieser sogenannten Innenfinanzierung häufig Gebrauch, etwa um Investitionen zu stemmen. Ein anderer Weg zu mehr Eigenkapital ist die Erhöhung der Kapitaleinlagen (etwa in einer Kommanditgesellschaft) oder die sogenannte Kapitalerhöhung (in einer Aktiengesellschaft).

Wie wichtig Eigenkapital für die Höhe der Kreditzinsen ist, zeigt sich neben der Finanzierung von Unternehmen auch im Fall des Hausbaus von Privatpersonen: Je mehr eigenes Geld beisammen ist, desto günstiger wird der Kredit für den noch fehlenden Betrag. Experten empfehlen Häuslebauern ohnehin ein Eigenkapital von mindestens 20 Prozent. Soll heißen: Ein Fünftel der Bau- oder Kaufsumme sollte man mit eigenem Geld finanzieren.


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