Wirtschaftslexikon

Eckrente

Die Eckrente (oder auch Standardrente) dient als Orientierungsgröße in der Rentenversicherung. Sie ist die Rente eines Muster-Ruheständlers, für den folgende Annahmen gelten:

  • Der Eckrentner hat die Regelaltersgrenze erreicht (65 Jahre bzw. seit 2012 das bis 2030 auf 67 Jahre steigende Eintrittsalter).
  • Außerdem hat er 45 Jahre lang regelmäßig Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt – und zwar pro Jahr in Höhe des Beitrags für ein Durchschnittseinkommen.

Derzeit liegt die Eckrente für Männer und Frauen in Westdeutschland bei rund 1.263 Euro im Monat und bei etwa 1.121 Euro im Osten Deutschlands.

Die Durchschnittsrente ist niedriger

Nicht zu verwechseln ist die Eckrente mit der Durchschnittsrente. Denn wer in den Ruhestand geht, hat im Durchschnitt weniger als 45 Jahre gearbeitet und folglich auch nicht so lange in die Rentenversicherung eingezahlt. Die Durchschnittsrente liegt deshalb unter der Eckrente.

Ein Kritikpunkt an der Eckrente ist die getroffene Annahme, dass jedes Jahr Beiträge auf der Grundlage des Durchschnittseinkommens der Deutschen geleistet wurden. Berufsanfänger verdienen in der Regel aber weniger als Kollegen, die schon länger im Job sind. Zum Teil wird dies allerdings mit einem im höheren Alter möglichen überdurchschnittlichen Einkommen ausgeglichen.


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