Druck der Regierung ist überzogen


Dr. Sven Vogt Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes der Deutschen Kautschukindustrie.

Viele Firmen in der Kautschuk-Industrie haben zuletzt aus eigenem Antrieb sehr viel getan, um die Kosten für Energie zu senken. Der Bundesregierung genügt dies jedoch nicht: Laut ihrem Energiekonzept soll der CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent unter das Niveau von 1990 sinken – nicht relativ zur Wirtschaftsleistung, sondern absolut gesehen.

Zu diesem Zweck sieht das Konzept bis 2020 eine Verringerung des Verbrauchs an Primärenergien wie Öl, Kohle und Gas um 20 Prozent gegenüber 2008 vor. Der Druck der Regierung auf die Firmen ist überzogen. Er lässt deren wirtschaftliche und technische Grenzen außer Acht.

Besser wäre es, gerade kleine und mittlere Betriebe durch mehr Beratung von den Vorteilen eines freiwilligen Energiemanagements zu überzeugen. Zugleich sollte die Politik im offenen Dialog mit der Industrie vertretbare Maßnahmen erörtern, die mehr Energie-Effizienz führen.

 

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang