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Themen-Special: Leben 4.0

Digitalisierung: Ein Smiley für unsere Zukunft

Roboter, künstliche Intelligenz, Industrie 4.0: Muss man vor moderner Technik Angst haben? Wir haben drei Menschen getroffen, die zum Thema Digitalisierung etwas ganz Besonderes zu sagen haben. Botschaft: Entspannt euch!

Zwinkerndes Emoji: Passendes Symbol für unser digitales Leben. Illustration: Adobe Stock

Zwinkerndes Emoji: Passendes Symbol für unser digitales Leben. Illustration: Adobe Stock

Berlin/Kaiserslautern/Siegen. Das Wetter ist toll, die Straße im Kreuzberger Kiez voller Leute, das Gespräch fast vorbei, da stellt Technik-Philosoph Mads Pankow seinen Café americano ab und redet den Deutschen ins Gewissen. „Es ist immer das Gleiche. Wir sagen: Die Maschine kommt, morgen kann sie besser denken als wir, dann unterwirft sie uns, Game over. Leute! Wir sollten uns alle mal entspannen!“

Entspannen? Beim Stichwort Digitalisierung? Wo da doch immer von „Revolution“ die Rede ist! Davon, dass kein Stein auf dem anderen bleibe! Wie soll man da bitte entspannen?

Fakt ist: Keine Bevölkerung in Europa ist so technikskeptisch wie die deutsche, das zeigt eine Studie der britischen Denkfabrik Nesta. Gleich das Schlimmste befürchten, weil man nicht genau weiß, was kommt – das ist menschlich, aber irrational.

AKTIV fand: Es ist höchste Zeit für einen Gegenentwurf. Wir haben uns auf eine Reise durchs Land begeben – und dabei drei Menschen gefunden, die zu dem Megathema Digitalisierung etwas Besonderes zu sagen haben.

Total digital? Entspannen wir uns doch einfach mal!

Sie haben uns erklärt, wie unsere Zukunft aussehen kann, wenn wir den Mut haben, sie zu gestalten. In Berlin ist es eben Mads Pankow (33), Technik-Philosoph und Politikberater. In Kaiserslautern am Fraunhofer-Institut Svenja Polst (26), Expertin für Digitalisierung im Verkehr. Und in Siegen der Wissenschaftler Rainer Wieching (54) – der Robotern sogar zutraut, uns Menschen zukünftig im Alter zu pflegen.

Im Gepäck hatten wir dabei eine Bitte: Erzählt uns keine Utopien. Bloß keinen blinden Technik-Optimismus. Sondern seid realistisch!

Herausgekommen sind sehr persönliche Einschätzungen unseres Lebens im digitalen Morgen, in den Bereichen Arbeitswelt, Mobilität und Gesundheit, zu lesen auf den folgenden Seiten dieses Schwerpunkts.

„In Japan“, so erzählte uns der Mediziner Wieching, „geben die Menschen auch Robotern eine Seele.“ Dort sehe man in den Maschinen ganz einfach willkommene Helfer, keine Bedrohung. „Bei uns denkt man reflexartig an den Terminator, der alles zerstören will und nach der Weltherrschaft strebt.“

Oder uns zumindest die Jobs wegnehmen wird? „Das ist bei früheren technologischen Quantensprüngen unterm Strich nicht passiert. Und auch jetzt wird’s nicht so sein“, sagt Mads Pankow, bundesweit gefragter Gesprächspartner in Sachen Digitalisierung.

Aber wenn das Gefühl spricht, hat Statistik eben einen schweren Stand. Also begegnen wir der German Angst mal – mit Optimismus. Die Botschaft: Grüße aus der Zukunft! Und freut euch: Sie wird astrein.


Die weiteren Artikel des Themen-Specials:

Hilfe, die Roboter kommen. „Na und?“, sagt Mads Pankow, Technik-Philosoph in Berlin. Die Ängste vor tiefgreifenden Veränderungen in der Arbeitswelt versteht er zwar. „Aber sie sind nicht berechtigt.“ Wie meint er das?

Carsharing, autonome Busse, E-Bikes: Digitalisierung wird die Art verändern, wie wir uns fortbewegen. Svenja Polst, Verkehrsexpertin und Psychologin vom Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern, über Mobilität von morgen.

Krise in der Pflege: Zu wenig Personal, zu viele Alte. Der demografische Wandel schlägt zu. Rainer Wieching, Forschungsleiter an der Uni Siegen, über die Rolle von digitaler Technik in der alternden Gesellschaft.

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