Unternehmerforum

Die Wirtschaft ist das Fundament


Die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie sind optimistisch

Es tut sich was im Lande Bremen. Die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie gehen mit gut gefüllten Auftragsbüchern und Optimismus ins neue Jahr. Viele wollen auch zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Jede Menge Zuversicht, aber auch warnende Worte waren auf dem Bremer Unternehmerforum zu hören.

„Zwei Jahre Dauerwahlkampf können wir uns nicht leisten“

IW-Präsident von Freyend hofft auf weitere Reformen

Der Aufschwung ist da – greifbar, fühlbar! Das belegt Eckart John von Freyend, Unternehmer und ehrenamtlicher Präsident des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), auf dem Unternehmerforum im Bremer Park Hotel mit eindrucksvollen Zahlen.

Das Bruttoinlandsprodukt stieg  2006 um 2,9 Prozent,  in diesem  Jahr  werden  es  um  die 2 Prozent sein. Die  Ausrüstungsinvestitionen klettern mit zweistelligen Raten. Es gibt in diesem Jahr rund eine Million mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse.

Im  nächsten  Jahr  werden sich die Wachstumsimpulse vom Ausland auf das Inland verlagern. „Der private Konsum wird zur Stütze der Konjunktur“, so der IW-Präsident. Damit bestätige sich wieder einmal die Ursachenkette: „Sie beginnt beim steigenden Export, dann springt der Funke über auf die Investitionen, die Beschäftigung steigt, schließlich die Einkommen und dann der private Konsum.“

Tarifabschlüsse haben geholfen

Neben dem boomenden Auslandsgeschäft der deutschen Wirtschaft habe auch die Wirtschaftspolitik ihren Anteil am aktuellen Aufschwung. „Auch die moderaten Tarifabschlüsse waren gut für unsere Unternehmen.“ Hinzu kommen die erfolgreichen Umstrukturierungen. Von Freyends Fazit: „Die Produktions- und Wachstumsbedingungen am Standort D und damit unser Stand im Wettbewerb haben sich substanziell verbessert.“

Dennoch gibt es konjunkturelle Risiken. Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten und die Immobilienkrise könnten sich ebenso negativ auswirken wie der zunehmende Fachkräftemangel.

Sorge bereiten von Freyend auch die Reformrücknahmen der Politik. „Derzeit wird versucht, die Arbeitsmarktpolitik der vergangenen Jahre zu korrigieren. Verlängerung des Arbeitslosengeldes I für Ältere, Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze – das ist keine Weiterentwicklung der Agenda 2010, das ist Etikettenschwindel.“

Seine Forderung: Die Politik muss Kurs halten, die Reformen fortsetzen. „Zwei Jahre Dauerwahlkampf und Stillstand in der Wirtschaftspolitik kann sich Deutschland nicht leisten.“

„Ergebnis der guten Arbeit von Unternehmen und Mitarbeitern“

Verbands-Präsident Kramer: Zeichen der Zeit erkennen

Viel Positives bekommen die  rund 700 Gäste von Ingo Kramer, Präsident der Unternehmensverbände im Lande Bremen, zu hören.

Die deutsche Wirtschaft wächst, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten  hat  den  höchsten  Stand seit der Wiedervereinigung erreicht, die Zahl der Arbeitslosen hingegen den niedrigsten seit 15 Jahren.

Tarifabschlüsse haben geholfen

All dies, so betonte Kramer, sei das Ergebnis der guten Arbeit von Unternehmen samt ihren Mitarbeitern und der politischen Reformen der letzten Jahre.

Dennoch ist er in Sorge. „In jüngster Zeit werden bei den Reformen wieder Rückschritte vorgenommen. Die gute wirtschaftliche Entwicklung wird wider besseres Wissen gefährdet“, sagt Kramer.

Er hofft, dass die Politik die Zeichen der Zeit erkennen und den eingeschlagenen Reformweg unbedingt weitergehen werde.

An die bremische Politik appelliert Kramer, keine falschen Akzente zu setzen. „Wenn Sie jetzt soziale Missstände bereinigen wollen, denken Sie bitte daran, dass nur eine florierende Wirtschaft das Fundament für eine positive Zukunft des gesamten Landes ist.“

Arbeitgeber in Bremen und Bremerhaven unter einem Dach

Service-Leistungen werden angeglichen

Die Arbeitgeberverbände  Bremen und Bremerhaven rücken zusammen. Nachdem zuletzt die Verbände der norddeutschen Metall- und Elektro-Industrie METALL UNTERWESER, NORD-WEST-METALL und NORDMETALL zum neuen Verband Nordmetall fusioniert haben, werden nun auch die Verbände im Lande Bremen neu strukturiert. Das wurde auf dem Unternehmerforum bekannt.

Geschäftsführungen und Mitarbeiter der Unternehmensverbände im Lande Bremen und des Arbeitgeberverbands Bremerhaven werden ab 1. Januar 2008 in den Unternehmensverbänden vereinigt.

Eine noch stärkere Angleichung und Vereinheitlichung von Service-Leistungen gegenüber den Mitgliedsfirmen und ein wechselseitiger Einsatz von Mitarbeitern soll die Verbandsarbeit noch effizienter gestalten.

Die neue Spitze

Cornelius Neumann-Redlin als Hauptgeschäftsführer und Hartmut Roth als Geschäftsführer der Unternehmensverbände werden künftig gemeinsam den neuen Dachverband der landbremischen Arbeitgeberverbände führen.  Der bisherige Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände, Ortwin Baum, beendet seine Tätigkeit für die bremischen Arbeitgeberverbände am 29. Februar 2008. Baum  hat  insgesamt  39 Jahre in den Unternehmensverbänden gewirkt. 

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang