Hessenforum

Die Städte in der Zukunft


Frankfurt. Die Main-Metropole bei Nacht: Ihre imposante Skyline ist einzigartig in Europa. Doch beeindruckend ist nicht nur die Höhe. Auch in Sachen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit ist Frankfurt auf einem guten Weg.

Die Metropolen der Welt stehen vor großen Herausforderungen. Denn die Menschen drängt es in die City. Bis 2030 werden sich rund fünf Milliarden Einwohner auf unserem Planeten in den Städten drängeln, zwei Milliarden mehr als heute.

Der Trend zur Urbanisierung ist mit gewaltigen Veränderungen verbunden. „Wir werden anders leben, arbeiten, wohnen, heizen und kühlen, anders ver- und entsorgen, mobil sein und vernetzen“, so Wolf M. Mang, der neue Vorsitzende des Arbeitgeberverbands Hessenmetall, auf dem 24. Hessenforum im Frankfurter Palmengarten vor rund 200 Gästen. Schon heute brauchen die Städte eine intelligente Industrie, die ihnen hilft, ihre Infrastruktur für den Riesenansturm zukunftsfest zu machen.

Fünf Milliarden Menschen leben 2030 in der Stadt

Doch der Umbau muss schneller voranschreiten als bisher. „Wir wir brauchen ein höheres Tempo und viel mehr vernetzte Intelligenz“, betonte Mang. Um das Tempo zu beschleunigen, empfiehlt Professor Wilhelm Bauer, Gastredner auf dem Hessenforum, neue Wertschöpfungspartnerschaften von Kommunen und Industrie.

Der stellvertretende Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart: „Städte und Gemeinden brauchen selbst mehr Innovationsdynamik und von der Industrie nicht nur Technologie, sondern auch Betreibermodelle mit Finanzierungsbausteinen und Lösungen zur Systemintegration.“ Technologisch gebe es bereits gute Löungen. Doch die Bevölkerung müsse stärker eingebunden werden, wenn es um Nachhaltigkeit geht: „Wir sollten etwas weniger auf die technische Exzellenz eines Produkts schauen und mehr auf den Nutzen, denn nur wenn die Nutzer eine Technologie gut finden, können wir mehr Innovationen in die Städte bringen.“

Ein Problem, das in den Talkrunden des Abends angesprochen wurde: Den Kommunen fehlt oft das Geld für Investitionen. Immerhin: Fast jeder fünfte Betrieb beteiligt sich mit Produkten und Lösungen an der Ausgestaltung der Städte von morgen – von smarter Energie und Wasserversorgung bis zur Medizintechnik. Das ergab eine Umfrage von Hessenmetall.

Dabei geht es vor allem um Entsorgung, Gebäudemanagement, Verkehrssysteme und sonstige Infrastruktur. Gefragt sind intelligente Energiesysteme und erneuerbare Energien. Mang: „Wir sind nicht nur das Herz der Wirtschaft, sondern wir arbeiten auch am Herzen der Städte und an ihrem Blutkreislauf, ihrer Infrastruktur.“

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