Konsum

Die Preise bleiben stabil


Experten: 2012 nur 1,7 Prozent Inflation

München/London/Köln. Das Gewackel um den Euro begleitet uns ins neue Jahr – und viele Deutsche sind inzwischen stark verunsichert: 49 Prozent der Erwachsenen haben „Angst, dass durch Inflation mein Vermögen bald nichts mehr wert ist“, so eine Umfrage des Finanzkonzerns Allianz, und nur 30 Prozent „vertrauen noch in die Stärke“ unseres Geldes.

AKTIV hakt nach: Was sagen die Fachleute? Wird der Euro 2012 weich, zahlen jetzt die Verbraucher die Zeche in Form steigender Teuerung?

Gute Aussichten auch für die Folgejahre

Antwort gibt die Londoner Beratungsfirma Consensus Economics. Sie fragt jeden Monat weltweit 250 prominente Wirtschaftsforschungsinstitute und volkswirtschaftliche Abteilungen aus Top-Unternehmen, darunter 29 aus Deutschland: Wie entwickeln sich in wichtigen Ländern die Preise, die Wirtschaft, die Jobs? Die durchschnittliche Antwort („Consensus Forecast“) gilt in der Expertenszene als extrem aufschlussreich. Motto: Die Masse irrt nicht – jedenfalls weniger als der Einzelne!

Das Ergebnis der jüngsten Befragung (Mitte Dezember) mag überraschen: 2012 steigen die Verbraucherpreise in Deutschland voraussichtlich nur um 1,7 Prozent.

 

 

Die 29 in Bezug auf Deutschland befragten Ökonomen liegen in dieser wichtigen Frage relativ nah beiein­ander: 1,4 bis 2,1 Prozent. Und sie sind einig mit Mario Draghi, dem obersten Euro-Hüter und Chef der Europäischen Zentralbank, der noch weiter nach vorn schaut. Draghi: „2013 und in den Folgejahren wird die Inflation unter 2 Prozent bleiben.“

Freilich: Für 2011 war der Consensus Forecast zu optimistisch. Bei 1,5 Prozent lag vor Jahresfrist die Inflationsprognose, es wurden 2,3 Prozent. Die Differenz erklärt sich aus dem starken Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise.

Das Wachstum verlangsamt sich

Aber eben dieser Sondereffekt dürfte sich dieses Jahr verflüchtigen, erklärt Professor Michael Grömling, Konjunktur-Experte des Ins­tituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), das schon seit einem Jahrzehnt in der Befragung vertreten ist. „Weil sich das globale Wirtschaftswachstum verlangsamt, verlieren die Preistreiber Energie und Rohstoffe stark an Bedeutung.“ Fazit: „2012 gibt es in Deutschland weniger Wachstum – aber keinesfalls mehr Inflation."

Experten: 2012 nur 1,7 Prozent Inflation

München/London/Köln. Das Gewackel um den Euro begleitet uns ins neue Jahr – und viele Deutsche sind inzwischen stark verunsichert: 49 Prozent der Erwachsenen haben „Angst, dass durch Inflation mein Vermögen bald nichts mehr wert ist“, so eine Umfrage des Finanzkonzerns Allianz, und nur 30 Prozent „vertrauen noch in die Stärke“ unseres Geldes.

AKTIV hakt nach: Was sagen die Fachleute? Wird der Euro 2012 weich, zahlen jetzt die Verbraucher die Zeche in Form steigender Teuerung?

Gute Aussichten auch für die Folgejahre

Antwort gibt die Londoner Beratungsfirma Consensus Economics. Sie fragt jeden Monat weltweit 250 prominente Wirtschaftsforschungsinstitute und volkswirtschaftliche Abteilungen aus Top-Unternehmen, darunter 29 aus Deutschland: Wie entwickeln sich in wichtigen Ländern die Preise, die Wirtschaft, die Jobs? Die durchschnittliche Antwort („Consensus Forecast“) gilt in der Expertenszene als extrem aufschlussreich. Motto: Die Masse irrt nicht – jedenfalls weniger als der Einzelne!

Das Ergebnis der jüngsten Befragung (Mitte Dezember) mag überraschen: 2012 steigen die Verbraucherpreise in Deutschland voraussichtlich nur um 1,7 Prozent.

 

 

Die 29 in Bezug auf Deutschland befragten Ökonomen liegen in dieser wichtigen Frage relativ nah beiein­ander: 1,4 bis 2,1 Prozent. Und sie sind einig mit Mario Draghi, dem obersten Euro-Hüter und Chef der Europäischen Zentralbank, der noch weiter nach vorn schaut. Draghi: „2013 und in den Folgejahren wird die Inflation unter 2 Prozent bleiben.“

Freilich: Für 2011 war der Consensus Forecast zu optimistisch. Bei 1,5 Prozent lag vor Jahresfrist die Inflationsprognose, es wurden 2,3 Prozent. Die Differenz erklärt sich aus dem starken Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise.

Das Wachstum verlangsamt sich

Aber eben dieser Sondereffekt dürfte sich dieses Jahr verflüchtigen, erklärt Professor Michael Grömling, Konjunktur-Experte des Ins­tituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), das schon seit einem Jahrzehnt in der Befragung vertreten ist. „Weil sich das globale Wirtschaftswachstum verlangsamt, verlieren die Preistreiber Energie und Rohstoffe stark an Bedeutung.“ Fazit: „2012 gibt es in Deutschland weniger Wachstum – aber keinesfalls mehr Inflation."

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang