Im deutschen Einzelhandel brummt´s

Die neue Lust am Shoppen


Piep, piep, piep! Die Scanner sind aktuell schwer im Einsatz. Foto: dpa

Nürnberg/Berlin. Für Mode, Elektronik oder Einbauküchen: Die Deutschen geben immer mehr Geld aus. Rund 6 Prozent mehr Umsatz als vor einem Jahr in Warenhäusern, Supermärkten und im Internet-Versandgeschäft meldet der Handelsverband HDE. Das ist das stärkste Plus seit 2006.

Und die Kauflust wächst weiter, so die GfK-Marktforschung in Nürnberg. Das Institut misst die Anschaffungsneigung der Verbraucher und hat für den März einen erneuten kräftigen Anstieg ermittelt.

„Das Vertrauen der Menschen in sichere Arbeitsplätze ist dafür der Hauptgrund“, sagt GfK-Experte Rolf Bürkl: „Weil sie Planungssicherheit haben, leisten sie sich auch größere Anschaffungen.“

Jetzt trage das Jobwunder aus dem Krisenjahr 2009 Früchte: „Damals haben die Arbeitnehmer die Erfahrung gemacht, dass die Betriebe trotz Rezession in hohem Maß an den Beschäftigten festhalten.“

Die Deutschen sind die Konsum-Optimisten Europas

Hinzu kommt, dass die Löhne zuletzt deutlich stärker stiegen als die Preise. So legten die Tarif­entgelte in der Metall- und Elektro-Industrie in den Jahren 2008 bis 2012 um 13,5 Prozent zu, wie der Arbeitgeberverband Gesamtmetall vorrechnet. Die Teuerung im gleichen Zeitraum betrug 8,7 Prozent.

Die niedrigen Zinsen für das Ersparte auf der Bank sind zwar ein weiterer Grund für die Ausgabenfreude. Wie stark sich jedoch in erster Linie der stabile Arbeitsmarkt auswirkt, zeigt ein europäischer Vergleich für 2012: Außerhalb Deutschlands wies die Anschaffungsneigung laut GfK nur in Österreich, Finnland und Bulgarien positive Werte auf. Nicht nur die südlichen Krisenstaaten notierten im Minus, auch Dänemark, Frankreich und die Benelux-Länder.

Bürkl zieht das Fazit: „Die Deutschen sind die Konsum-Optimisten Europas.“

Was meinen Sie: Sind die Jobs in Deutschland sicherer geworden?

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