Weihnachtsgeld

Die Lücke schließen


Foto: getty

Die Sonderzahlung kann man raffiniert nutzen – für die Altersvorsorge!

Voriges Jahr sah es in vielen Betrieben bitter aus. Manche Mitarbeiter mussten daher aufs  Weihnachtsgeld verzichten: Jede zehnte Firma nahm krisenbedingte Abstriche an Sonderzahlungen vor. Das ergab eine Betriebsräte-Befragung der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung. 2010 dürfte es da wieder deutlich besser aussehen – Erkenntnisse dazu hat die Stiftung aber nicht.

Wie viel es in diesen Tagen extra gibt, hängt von der Branche ab. Auch die Dauer der  Betriebszugehörigkeit kann eine Rolle spielen. Ein typischer tarifgebundener Metaller bekommt zum Beispiel 55 Prozent vom Monatsbrutto.

Keinen Cent versteuern

Netto bleibt natürlich weniger, meinen Sie? Weil man ja noch Steuern und Sozialbeiträge zahlen muss? Nein: Das muss man nicht! Jeden Cent kann behalten, wer das Weihnachtsgeld auf raffinierte Weise fürs Alter zurücklegt.

Dass zusätzliche Vorsorge nottut, weil die gesetzliche Rente für viele hinten und vorne nicht reichen wird – darüber hat AKTIV ja schon oft berichtet. Und die Gründe für diese Entwicklung erklärt.

Wer die drohende Renten-Lücke schließen will, kann dies besonders günstig per Entgeltumwandlung machen. Das funktioniert so: Der Mitarbeiter lässt Entgelt – zum Beispiel die weihnachtliche Sonderzahlung – direkt vom Betrieb bei einer Versorgungseinrichtung anlegen. Dann fließt das Geld steuer- und sozialversicherungsfrei!

Subventioniert sparen

Die Zusatz-Vorsorge wird also kräftig vom Staat subventioniert. Maximal 2.640 Euro pro Jahr darf man so „brutto für netto“ zurücklegen.

Für Heribert Karch, Chef des zum Beispiel auch für die Textil-Branche zuständigen Versorgungswerks Metallrente, steht fest: „Das Bruttosparen per Entgeltumwandlung ist für die Mitarbeiter besonders einfach.“ Es biete zudem besondere Sicherheiten. Fazit: „Jeder sollte auf diese Form der zusätzlichen Altersvorsorge setzen.“

Den Sparwünschen aus der Belegschaft kann ein Betrieb sich übrigens nicht verweigern: Die  Mitarbeiter haben laut Betriebsrentengesetz Anspruch auf die lohnende Entgeltumwandlung.

Wie stark der Staat Ihre ganz persönliche Brutto-Entgeltumwandlung unterstützt, können Sie gratis herausfinden – mit dem Förderrechner auf dieser anbieterneutralen Seite: www.ihre-vorsorge.de

Info: Rente mit 67 – wann ist es so weit?

Trotz des anhaltenden Streits um die Rente mit 67 haben viele Bürger die wichtige Reform noch nicht verstanden. Das zeigte jetzt eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge auf. Ein Drittel der Erwerbstätigen weiß demnach überhaupt nicht, ab wann die Rente mit 67 gilt. Ein weiteres Drittel glaubt: „ab sofort“ – und liegt damit falsch.

Die korrekte Antwort: Das gesetzliche Renteneintrittsalter steigt erst 2012 an, und zwar um genau einen Monat. Danach geht es Jahr um Jahr in kleinen Schritten weiter. Der Jahrgang 1964 ist der erste, der bis zum 67. Geburtstag im Betrieb bleiben soll. Dann schreiben wir übrigens das Jahr 2031.

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang