Konjunktur

Die Lage bessert sich deutlich


Frühjahrsumfrage von Hessenmetall in der M+E-Industrie

Frankfurt. Aufbruchstimmung bei der hessischen Metall- und Elektro-Industrie. Die Lage in den Betrieben hat sich deutlich verbessert. Allerdings fehlen zum alten Niveau bei den Aufträgen noch rund ein Viertel und bei der Produktion 29 Prozentpunkte.

Das ist das Ergebnis einer Blitzumfrage von Hessenmetall in diesem Frühjahr. Daran beteiligten sich 136 Mitgliedsunternehmen mit 54.000 Beschäftigten. Im Krisenjahr 2009 hatte die größte hessische Industrie 200.000 Beschäftigte, die einen Jahresumsatz von 43,4 Milliarden Euro erzielten.

Im Februar 2010 stiegen die Umsätze zwar nur um 2 Prozent, die Auftragseingänge wuchsen jedoch vor allem durch den Export um 28 Prozent. Damit wird dann mehr als die Hälfte der M+E-Produktion ins Ausland verkauft.

Die Beschäftigung geht zwar noch weiter zurück, aber längst nicht im Ausmaß des Umsatzeinbruchs. Inzwischen wird die Kurzarbeit wieder deutlich zurückgefahren und viele Betriebe stellen sogar Zeitarbeitnehmer ein.

Wieder mehr Investitionen

Etwa jedes zweite Unternehmen bewertet die Lage im Frühjahr 2010 als „befriedigend“. Für 27 Prozent der Betriebe stellt sie sich sogar als „gut“ oder „sehr gut“ dar.

Im Vergleich zum Herbst 2009 hat sich die Situation für 58 Prozent der Betriebe verbessert. Für 32 Prozent ist sie „vergleichbar“.

Bis zum Herbst rechnen 37 Prozent der Befragten mit einer weiteren Verbesserung. Für 56 Prozent bleibt die Geschäftslage „vergleichbar“. Für das kommende Halbjahr gehen bei den Auftragseingängen 42 Prozent von einer „zunehmenden Nachfrage“ aus, 48 Prozent erwarten eine gleich­bleibende Entwicklung.

Weiter steigende Umsätze erhofft sich fast die Hälfte der Betriebe. Etwa jedes fünfte Unternehmen will wieder mehr investieren. Zwei von drei Betrieben wollen ihre Investitionen auf gleichem Niveau halten. 

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