Ausbildungsmarkt

Die Jugend soll’s richten


Bayerns M+E-Industrie vertraut auf den eigenen Nachwuchs

München. Die Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie schauen zuversichtlich in die Zukunft. Das belegt die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt.

Für 2011 rechnen die Metallarbeitgeberverbände bayme und vbm mit 13.100 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen – ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und 2012 soll die Zahl der Verträge auf 14.100 steigen.

Die Betriebe sehen die Ausbildung ihres Nachwuchses als Investition in die Zukunft – und geben viel Geld dafür aus. Nach Berechnungen im Auftrag von bayme und vbm kostet die gesamte Ausbildung des neuen Jahrgangs – unter Berücksichtigung aller Leistungen – rund 252 Millionen Euro. So viel Geld sind die Fachkräfte von morgen den Unternehmen wert.

Denn die Arbeitgeber schätzen den Nachwuchs, den sie selbst ausgebildet haben. Die Betriebe wollen in diesem Jahr 92 Prozent der jungen Leute übernehmen. Und 41 Prozent sollen sogar auf Anhieb einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen.

„Jeder kann sich fortbilden“

Besonders stark auf die eigene Jugend setzt zum Beispiel Warema, Hersteller von technischem Sonnenschutz, aus Marktheidenfeld nahe Würzburg. Auch er hat rund 90 Prozent seiner Auszubildenden anschließend eingestellt – alle unbefristet. „Eine gute Ausbildung ist eine Investition, die sich langfristig für beide Seiten lohnt“, sagt Personalleiter Thomas Klein. Bei Warema starten jedes Jahr gut 60 junge Menschen in den Beruf, ein Viertel von ihnen beginnt ein duales Studium und verbindet so die Ausbildung mit der Hochschule. Das Unternehmen verfolgt also eine stetige Ausbildungspolitik. „Zyklisch auszubilden ist der größte Fehler, den man machen kann“, erklärt Klein seine Philosophie.

Der Personal-Chef verspricht seinen jungen Mitarbeitern Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen. Auch ein späteres Studium ist drin. „Jeder soll sich bei uns fortbilden können“, sagt Klein. „Denn nur so sind unsere Fachkräfte zufrieden und bleiben dann auch langfristig bei uns.“

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