Freizeit

Die Jecken drehen jetzt auf


Jungfrau: Viel Pappmaché und Prunk im Karnevalsmuseum.

Sie lassen die Kassen in den Karnevalshochburgen klingeln

Köln. 160 Karnevalsgesellschaften und -vereine, 500 Sitzungen und Bälle während der Session, jährlich gut eine Million Zuschauer beim Rosenmontagszug: Köln ist Deutschlands Jeckenhochburg – und, klarer Fall, hier gibt’s auch ein Karnevals-Museum.

Es ist das größte im deutschsprachigen Raum. Inmitten von Festwagen, Tragefiguren und Kostümpuppen kann man eine Zeitreise durch die Geschichte des Karnevals machen, der seine Ursprünge im 12./13. Jahrhundert hat: Am Tag vor der österlichen Fastenzeit, der Fastnacht, wurde noch einmal kräftig gefeiert, mit viel Alkohol und Fleisch.

Martin Luther und die anderen Reformatoren schafften dann aber das Fasten vor Ostern und damit auch den Karneval ab. Dies ist der Grund, warum Karneval, Fastnacht oder Fasching heute überwiegend in katholischen Gegenden gefeiert wird.

Narren verjubeln Milliarden

Und die Jecken lassen die Kassen kräftig klingeln. Nicht nur im Rheinland.

Vom Scherzartikel und Kostüm über den Umzug und den Faschingsball bis zur Anreise und Übernachtung: Der Bund Deutscher Karneval, der als Dachverband von 4700 Vereinen etwa 2,6 Millionen organisierte Narren unter seiner Kappe hat, beziffert die jährlichen Umsätze durch das bunte Treiben auf gut 5 Milliarden Euro.

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