UV-Licht gut fürs Schwimmbad

Die Firma Prominent entwickelt besonders energiesparende Wasserreinigung

Unbeschwert planschen: Hier stört kein lästiger Chlorgeruch das Vergnügen. Foto: Fotolia

Heidelberg. Sommerzeit ist Schwimmbadzeit. Doch der Aufenthalt im Wasser ist nicht immer angenehm, wenn Desinfektionsmittel Haut und Augen reizen. Hier hilft ultraviolettes Licht: Die kurzwelligen UV-Strahlen eliminieren unerwünschte Nebenprodukte (Chloramine) und vermeiden den lästigen Geruch.

Die Aufbereitungsanlage lässt sich wie eine Lampe dimmen

Da die Strahlung wie eine Desinfektionsbarriere wirkt, tötet sie zudem chlorresistente Keime ab und erhöht so die Sicherheit. Weil diese Methode allerdings viel Strom verbraucht, hat der Heidelberger Wasseraufbereitungsspezialist Prominent eine Weltneuheit entwickelt: eine UV-Anlage, bei der sich die Strahlung dimmen lässt wie das Licht einer Wohnzimmerlampe – und das auch noch vollautomatisch.

Abhängig von der Konzentration der Chlornebenprodukte im Wasser reduziert oder erhöht sich die Strahlung. So wird das gebundene Chlor immer zuverlässig und effizient reduziert. Im Gegensatz zu herkömmlichen UV-Anlagen senkt das den Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent.

Darauf ist man stolz in dem Familienunternehmen, das weltweit rund 2.400 Mitarbeiter beschäftigt. Anlagen, die für die Wasserreinigung UV-Licht nutzen, finden sich aber nicht nur in Frei- und Hallenbädern oder in Wasserbecken von Zoos. Noch häufiger sind sie bei der Trinkwasseraufbereitung im Einsatz.

Dort kommt der Clou der Heidelberger Erfindung richtig zur Geltung. Denn die Steuerung funktioniert auch bei schwankenden Wassertemperaturen – obwohl Kühle die UV-Strahlung normalerweise instabil werden lässt. Wie das geht, verrät Prominent-Marketingleiterin Martina Heß: „Wir beheizen die UV-Strahlenquellen.“

Das ist der Kern der Innovation: Die Heizung ist die Voraussetzung dafür, dass die Dimmung der Strahler unter allen Bedingungen gut funktioniert. Die Strahlenquelle, ein Amalgam-Gemisch, wird bei Bedarf erwärmt, etwa wenn kälteres Wasser durchfließt oder sich die Strömungsgeschwindigkeit erhöht.

Für den Swimmingpool im eigenen Garten ist die 1,5 Meter lange Hightech-Röhre allerdings nicht gedacht. Dafür ist die Anlage zu aufwendig und zu teuer.


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