Wer unsere Autos und Maschinen kauft

Die deutsche Metall- und Elektro-Industrie exportiert zunehmend nach Asien

Berlin. Wie wichtig der Export für unseren Wohlstand ist, zeigt ein Blick in die aktuelle Statistik des größten deutschen Industriezweigs: Die Metall- und Elektro-Industrie (M+E) lieferte im Jahr 2014 für 665 Milliarden Euro Waren über die Grenze – ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zwei Drittel dieses Zuwachses gehen allein auf das Konto der Kraftfahrzeug-Branche; ihr Anteil am M+E-Export stieg auf gut 30 Prozent. Rund 25 Prozent steuert der Maschinenbau bei.

Und wer kauft M+E-Produkte made in Germany? Europa ist weiterhin der wichtigste Absatzmarkt für deutsche Autos, Maschinen und Elektronik. 31 Prozent der Ausfuhren werden ohne Wechselkursrisiko für die Hersteller in den Euro-Raum verkauft. Fast noch einmal so viel geht ins restliche Europa (inklusive Russland).

Die Exporte in die kriselnden Euro-Länder Italien, Spanien, Portugal und Griechenland haben 2014 um 6,5 Prozent zugelegt. „Vor allem das Plus in Spanien ist mit 14 Prozent erfreulich“, sagt Michael Stahl, Chefvolkswirt des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall. „Das Land hat seine Hausaufgaben gemacht, die Wirtschaft zieht wieder an.“

Wobei Europa etwas an Bedeutung verloren hat: Sein Anteil ist seit 2008 von 70 auf nun knapp 62 Prozent gesunken. „Ein Grund dafür ist die Euro-Krise“, erklärt Stahl. Dazu komme ein langfristiger Trend: „Asien wird wichtiger.“

Der Exportanteil des größten Kontinents ist seit 2008 von 15 auf 21 Prozent geklettert. China ist mit allein 9 Prozent nun drittwichtigstes Exportland – knapp hinter den USA und fast gleichauf mit Frankreich.


Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang