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Deutschlands Seehäfen legen kräftig zu


Verband rechnet mit rund 800 neuen Arbeitsplätzen bis 2012

Nach den massiven Rückgängen infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise hat der Güterumschlag in Deutschlands Seehäfen während der vergangenen Monate wieder kräftig zugelegt. Damit kam die Erholung schneller als gedacht, bilanziert der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe.

Er geht in einer ersten Einschätzung davon aus, dass der Umschlag um 9 Prozent auf 284 Millionen Tonnen gestiegen ist. Sollte sich diese Zahl bestätigen, hätte die Branche etwa 40 Prozent des Einbruchs von 2009 wieder aufgeholt.

10.800 Hafenarbeiter in Lohn und Brot

Für das neue Jahr erwartet der Verband eine Fortsetzung des positiven Trends: Er rechnet mit rund 295 Millionen Tonnen Güterumschlag. Auch dieser Wert läge dann allerdings immer noch um 7 Prozent unter dem bisherigen Rekordwert von 2008.

In den 16 wichtigsten Seehäfen Deutschlands, zu denen neben Hamburg und Bremen unter anderem Lübeck, Flensburg und Sassnitz zählen, sind derzeit rund 10.800 Hafenarbeiter beschäftigt. Das sind 3,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Offshore-Windparks als Wachstumsmotor

Dabei ist es vor allem dem Einsatz von Kurzarbeit zu verdanken, dass der Stellenabbau nicht noch höher ausfiel. Nach Einschätzung des Verbandes ist die Beschäftigungskrise jedoch überwunden, nun soll wieder eingestellt werden. Bis Ende 2012 werden voraussichtlich rund 800 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Wichtige Impulse verspricht sich die Branche unter anderem von der Offshore-Windenergie. Sie braucht nicht nur spezielle Schiffe, sondern auch entsprechende Häfen, in denen diese Schiffe optimal bedient werden.

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