Zum 100. Geburtstag von Fritz Hellwig

Deutschlands ältester Ex-Parlamentarier stiftet Wissenschaftspreis

Fritz Hellwig: Gründungsdirektor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Foto: Pickartz

Köln. Geistig frisch verfolgt Deutschlands ältester lebender Ex-Bundestagsabgeordneter die Entwicklung von Politik und Wirtschaft. Jetzt hat Fritz Hellwig einen Preis gestiftet. Anlass war sein 100. Geburtstag am 3. August.

Der Preis soll ab 2013 alle zwei Jahre an Forscher gehen, die sich mit der Bürokratie und ihrer Wirkung beschäftigen. Hellwigs Motiv: Wegen der „Überwucherung des Marktgeschehens mit Regulierungs- und Verwaltungsvorschriften“, sei die Marktwirtschaft auf dem Weg in eine „dezentrale Verwaltungswirtschaft“.

Die freie Marktwirtschaft: Dafür hat sich der Historiker und Ökonom Hellwig nicht nur als Politiker engagiert. Im Jahr 1951 war er der Gründungsdirektor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), das damals noch Deutsches Industrieinstitut hieß. Unter dem Dach des IW erscheint auch die Wirtschaftszeitung AKTIV.

Hellwig, der seine Kindheit und Jugend im Grenzgebiet an der Saar verbrachte, liegt das Zusammenwachsen Europas besonders am Herzen. Von 1959 bis 1967 war er Mitglied der Hohen Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, von 1967 bis 1970 Vizepräsident der damaligen EG-Kommission. 


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