Kauflaune

Deutsches Konsumklima erreicht den besten Wert seit 14 Jahren

Neue Glotze, Schätzchen? Die Konsum-Aussichten sind jedenfalls prima. Foto: Imago

Nürnberg. Deutschland geht im Mai weiter kräftig shoppen: „Das Konsumklima ist so gut wie seit Oktober 2001 nicht mehr“, sagt Rolf Bürkl von der Nürnberger Marktforschungsfirma GfK. Der per Umfrage ermittelte Indikator ist zum siebten Mal in Folge gestiegen.

Die „Einkommenserwartung“ der Bürger hat inzwischen sogar „den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht“. Nicht nur wegen der guten Lage am Arbeitsmarkt: „Angesichts der sehr niedrigen Inflationsrate bleibt auch real mehr in den Geldbeuteln“, erläutert Bürkl. Also gönnt man sich was.

Wobei der Einzelhandel davon nur in Maßen profitiert. Wegen der niedrigen Zinsen „geben die Deutschen immer mehr für hochwertige Konsumgüter wie Fahrzeuge oder Immobilien aus“, so der Branchenverband HDE. Nach seiner Prognose werden die Einzelhändler – inklusive Online-Geschäft – dieses Jahr ein Umsatzplus von 1,5 Prozent erwirtschaften.

Das freut vor allem Möbelgeschäfte und Lebensmittelhändler. Schon im Vorjahr sind die Umsätze der klassischen Supermärkte um fast 2 Prozent gestiegen, während die Discounter ein Minus von 1,2 Prozent verkraften mussten.

Insgesamt landen laut GfK nur etwa 30 Prozent der privaten Konsumausgaben in Ladenkassen, der große Rest entfällt zum Beispiel auf Reisen, die Miete oder Ausgaben für die Fitness.

Allerdings warnen die Marktforscher: Sollten sich die Krisen etwa in Griechenland oder der Ukraine zuspitzen, „könnten die Konsumenten dem Handel im Sommer eine Enttäuschung bereiten“.


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