Moment mal!

Deutsche Behörden suchen verzweifelt Ingenieure

Es gibt 17 Prozent mehr freie Ingenieurs-Stellen als vor 2016. Gute Leute werden mitunter von Baustellen weg abgeworben. Lesen Sie hier, warum der Staat beim Kampf um die besten Köpfe oft das Nachsehen hat.

Ingenieur im Einsatz: Viele Stellen bleiben unbesetzt. Foto: Fotolia

Ingenieur im Einsatz: Viele Stellen bleiben unbesetzt. Foto: Fotolia

Sie genießt weltweit hohes Ansehen: die deutsche Ingenieurskunst, Teil der Erfolgsgeschichte unserer Exportwirtschaft. Entsprechend groß ist die Nachfrage. Es gibt in diesem Bereich 17 Prozent mehr freie Stellen als vor Jahresfrist – und gut zweieinhalbmal so viele wie Ingenieure auf Jobsuche.

„Ein Hauen und Stechen um die besten Köpfe“ beobachtet Oliver Koppel, Experte fürs Thema beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Da hat der Staat das Nachsehen: Im Vergleich zur Industrie kann er oft nur relativ wenig zahlen. Das ist bitter, besonders für Baubehörden. Tausende Jobs sind dort frei, gute Leute würden „von Baustellen weg abgeworben“, so Koppel. Dabei würden sie dringend gebraucht, etwa für Brückensanierungen oder den Bau von Flüchtlingsunterkünften.

Ganz so schnell ist der Mangel nicht zu beheben. Es müssen sich halt mehr junge Menschen für einen entsprechenden Studiengang entscheiden.

Ingenieure sind ein Standortfaktor. Wir brauchen mehr davon!


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aktualisiert am 11.12.2017

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