MINT-Nachwuchs

„Deshalb ist die IdeenExpo so wichtig“


Neue Studie offenbart: Der Fachkräftemangel bleibt ein Riesenthema

283.000 Besucher an neun Tagen – das ist die Bilanz der IdeenExpo Mitte September. Zum Vergleich: Bei der Premiere 2007 kamen 162.000 Besucher. 151 Aussteller, darunter 100 Firmen, boten spannende Einblicke in die Welt von Naturwissenschaften und Technik. Das Riesen-Event hat es geschafft, dem Fachkräfte-Mangel entgegenzuwirken.

Hannover. Wieso haben Fahrräder kein Bremslicht und keinen automatischen Blinker? Möglich wäre das durchaus – davon können sich die Besucher auf Deutschlands größter Technik-Schau überzeugen.

Denn Schüler des Gymnasiums am Kattenberge aus Buchholz präsentieren auf der IdeenExpo eine mit Sensoren und Mikro-Elektronik vollgestopfte Brotdose. Sie werden damit am Ende prämiert –

als Sieger des Wettbewerbs „Niedersachsen geht auf Ideenfang“, ausgerichtet von der „Stiftung NiedersachsenMetall“ des gleichnamigen Arbeitgeberverbandes.

120 Schulen machten mit

Wie das Fahrrad funktioniert, erklärt die 16-jährige Schülerin Franziska: „Durch Neigungs- und Fliehkräfte beim Kurvenfahren oder Bremsen knallen Ionen in den Sensoren an die Wand.“ Alles klar? „Dadurch entsteht ein Spannungsunterschied“, sagt sie, „und Blinker oder Bremslicht gehen an.“

Insgesamt 50.000 Euro hat die Stiftung an Förder- und Preisgeldern in den „Ideenfang“ investiert. Mehr als 120 niedersächsische Schulen haben mitgemacht, die 21 besten Exponate sind auf der IdeenExpo zu sehen.

Die Jury-Entscheidung fällt knapp aus. „Sie haben alle gut im Rennen gelegen und sind sehr professionell vorgestellt worden“, betont Olaf Brandes, der Geschäftsführer der Stiftung. Die Hauptpreise, jeweils im Wert von 4.000 Euro, gehen noch an zwei weitere Schulen: die Grundschule Friedland und das Christian-Gymnasium in Hermannsburg.

Die Grundschule Friedland präsentiert das Projekt „Bionischer Regenschirm“. Die Schüler haben auf die Struktur der windbeständigen Blätter von Pflanzen geschaut, mit ihren Längs- und Querrillen – und daraus einen sturmsicheren Regenschirm entwickelt. „Die alten gingen einfach zu oft kaputt“, berichtet der neun Jahre alte Jonas. Die neuen halten Windstärke sechs stand, das ist getestet im Windkanal.

Und die Schüler des Christian-Gymnasiums zeigen ein Gerät zur Messung der CO2-Konzentration. Am Anfang stand der Befund: Zu dicke Luft im Klassenzimmer!

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