Vier Jahrzehnte Sprit-Kosten

Deshalb ist der Benzin-Preis so stark gestiegen


Von der guten alten Zeit bis heute

Berlin. 35 Cent pro Liter – und weniger als halb so viele Autos auf den Straßen wie heute: 1972, das Jahr vor der ersten Ölkrise, erscheint im Rückspiegel so märchenhaft wie ein VW-Käfer 1303 mit Panoramascheibe und Elefantenfüßen. 40 Jahre später zahlen wir die höchsten Spritpreise aller Zeiten. Was ist passiert?

Zunächst: Preise steigen, so wie Autos verschleißen – das ist der Lauf der Dinge. Das allgemeine Niveau der Lebenshaltungskosten hat sich seit 1972 annähernd verdreifacht – so gesehen wäre ein heutiger Liter-Preis von 1 Euro also mit den 35 Cent von damals durchaus vergleichbar. Doch unser Schaubild zeigt: Es war vor allem der Staat, der immer wieder zugelangt hat. Die Importkosten sind aktuell nur 10 Cent höher als 1982!

1991 und 1994 erhöhte die Regierung unter Kanzler Helmut Kohl die Mineralölsteuer auf einen Schlag um 11 Cent und 8 Cent. Von 1999 bis 2003 legte sie unter Gerhard Schröder mit der „Ökosteuer-Reform“ noch einmal Jahr für Jahr 3 Cent drauf. Auch die happige Mehrwertsteuer-Erhöhung 2007 unter Angela Merkel trieb den Sprit-Preis.
Aktuell kassiert der Staat gut 90 Cent je Liter Super.

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