Standpunkt

Der deutsche Umschwung

Was an dem Wort "Aufschwung" irreführend ist

Der Arbeitsmarkt bessert sich – aber die Wirtschaftswissenschaft, die uns dafür eine triftige Erklärung  liefern sollte, schwächelt. Das ist bedenklich, denn die Sozialisten quer durch die deutschen Parteien befinden  sich  auf  Intensiv-Fahndung nach falschen Argumenten. Nicht um sie wegzusperren, sondern um sie einzusetzen.

Fast schon komisch, wie Experten den Ertrag der rot-grünen „Agenda 2010“ und „Hartz IV“ kleinreden. In der Zusammenfassung eines Nachrichtenmagazins liest sich ihre Analyse so: „Das Maßnahmenpaket löste den Aufschwung mit Sicherheit nicht aus, doch es half, dass die Wirtschaft richtig Fahrt aufnehmen konnte, als der Weltwirtschaftsboom Deutschland endlich anschob.“

Die Weltwirtschaft legt seit zwei Jahrzehnten solide und stetig zu. Weil immer mehr Regierungen immer folgerichtiger sozialistische Wahnvorstellungen verscheuchen und ihre Bürger Wohlfahrt über freie Märkte finden. Käme es auf „Anschub“ von außen an, dann hätte Deutschland schon viel früher den Hintern gehoben.

Nein, diese Erholung ist hausgemacht! Sie ist das Ergebnis gezielter Reformen, die der Wirtschaft Kostensenkung brachten und Druck zur Arbeitsaufnahme erzeugten – vielen Empfängern der alten Arbeitslosenhilfe erschien der Umstieg auf ALG II denn doch als Sackgasse.

Das Ergebnis ist gerade kein bloßer „Aufschwung“, dem bei Abflauen weltwirtschaftlicher Extra-Nachfrage der „Abschwung“ folgen müsste. Was wir erleben, ist eine Rückkehr zur Leistungswirtschaft in diesem unseren Lande. Solange die anhält, geht es mit uns genauso aufwärts wie seit 20 Jahren mit der Weltwirtschaft. Kein Auf im Auf-und-Ab, sondern einen Umschwung haben die Reformen bewirkt.

„Linke wie rechte Wirtschaftswissenschaftler“, heißt es weiter in dem eingangs zitierten Nachrichtenmagazin, setzen „ihre Hoffnungen für den Fortgang des Aufschwungs auf die zusätzlichen Beschäftigen. Sie könnten den Konsum entscheidend beleben.“ Das klingt so, als hätten die neu Eingestellten ihren Lohn Monat für Monat gebunkert, um ihn erst später auf den Kopf zu hauen.

Das erarbeitete Geld auszugeben, schafft keinen zusätzlichen Wohlstand. Der entsteht nur durch noch mehr Neubeschäftigung. Also: die Kostensenkungen sowie das Streichen von Fehlanreizen für Arbeitslose fortsetzen, zumindest durchhalten! Im Umschwung bleiben!


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