Metallbearbeitung

Der Boom geht zu Ende


Zielstrebig: Peter Witteczek hat sein Unternehmen für schlechtere Zeiten gerüstet.

Zahlreiche Metall-Bearbeiter spüren: Das Wachstumstempo lässt nach.

Die Walter AG aus Tübingen ist ein führender Hersteller von Präzisionswerkzeugen für die Metallbearbeitung. Und schwimmt auf einer Erfolgswelle: Das Unternehmen hat seinen Umsatz in

den Jahren 2002 bis 2007 von 160 auf 530 Millionen Euro gesteigert. Die Zahl der Mitarbeiter ist von rund 1.500 auf über 2.800 gestiegen!

Dazu hat das weltweit tätige Unternehmen allerdings auch kräftig investiert: Rund 250 Millionen Euro flossen vor allem in neue Produktionsanlagen und den Kauf neuer Tochterbetriebe.

Walter stelle sich damit den Anforderungen des Marktes, wie der Vorstandsvorsitzende Peter Witteczek erläutert: „Wir müssen ständig Neues bringen, um den Wettbewerb auf Distanz zu halten.“

Anzeichen für Auftrags-Rückgang

Zu den Innovationen gehören beispielsweise neue Werkzeuge für Verbundstoffe, die besonders im Flugzeugbau auf dem Vormarsch sind. Oder ein Computerprogramm, das den Einsatz der Werkzeuge erheblich einfacher und schneller macht.

Bis zum Jahr 2010 will Walter zum Kompetenzführer werden und mit seinen Werkzeugen zum Drehen, Fräsen, Bohren und Gewindeschneiden jährlich 1 Milliarde Euro Umsatz machen.

Firmenchef Witteczek gibt sich optimistisch, obwohl er erste Anzeichen für einen Rückgang der Aufträge erkennt: „Die Geschäfte in den USA sind zäher geworden“, sagt er. „Das schlägt sich bis jetzt noch nicht in unseren Auftragsbüchern nieder. Aber wir rechnen damit.“Beim Personal sei deshalb zunächst eine „Konsolidierungsphase“ angesagt.

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Schlagwörter: Marktwirtschaft

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